Nach DHL und Hermes: Auch DPD erhöht die Versand-Gebüren – In den letzten Wochen hatten sowohl DHL als auch Hermes ihre Preise erhöht. Nun tut es ihnen DPD nach: Möchte man zukünftig ein Päckchen oder Paket bei dem Logistiker versenden, so werden möglicherweise höhere Kosten fällig, je nachdem, was man verschicken will. Konkrete Preise für Privatkunden nannte das Unternehmen nicht.

Eine Sprecherin von DPD sagte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa): „Wir erhöhen punktuell die Preise, um den signifikanten Kostensteigerungen Rechnung zu tragen.“ Bei den Preiserhöhungen zuvor durch DHL und Hermes waren die Preise für bestimmte Sendungskategorien gestiegen, bei anderen hingegen blieben sie unverändert. Einem Bericht von „HNA“ zufolge hat die ganze Logistikbranche mit einer Zunahme der Kosten zu kämpfen.

Unter anderem der Ukraine-Konflikt sorgt für Teuerungen.

Die Logistiker sehen sich etwa höheren Kraftstoffkosten für ihre Flotte von Lkw und Transportern gegenüber. Zugleich sind in der Branche die Löhne gestiegen, etwas, worauf DPD reagiert, so wie zuvor die Mitbewerber: Die Preise für den nationalen Paketversand wurden von DHL zum 1. Juli erhöht. Das Unternehmen kommentierte die Entscheidung: „Gestiegene Transport-, Zustell- und Lohnkosten sowie allgemeine Kostensteigerungen machen Preiserhöhungen im nationalen und grenzüberschreitenden Paketversand unumgänglich.“

Zugleich schaffte das Unternehmen bei den nationalen Paketsendungen den Preisvorteil für online frankierte Päckchen ab – zwischen Filiale- und Onlinepreisen bei solchen Sendungen wurden die Preisunterschiede außer Kraft gesetzt. Die Post teilte mit, dass man mit dem Schritt Komplexität reduziere und seine Paketpreise für die Kunden übersichtlicher gestalte. Paketdienstleister Hermes erhöhte ebenfalls bei gewissen Sendungsarten die Preise für Privatkunden.

Zukünftig gilt:

Ab dem 1. August kosten online frankierte Päckchen, welche im Paketshop abgegeben und von Hermes bis zur Haustür des Empfängers geliefert werden, 4,50 Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Damit ist der Preis um 20 Cent gestiegen und es gibt keinen Unterschied bei den Preisen mehr zwischen einem online frankierten, im Paketshop abgegebenen Päckchen – und einem, das erst vor Ort im Shop mit einem ausgefüllten Zettel versehen wird.

Für die Onlinevariante gilt, dass die Daten von Absender und Empfänger vorher eingegeben werden – somit geht es im Paketshop schneller. Nicht verändern wird Hermes den Preis für Sendungen in den Paketshops, die vor Ort vom Empfänger abgeholt werden – der Arbeitsaufwand für das Unternehmen fällt bei solchen Gütern geringer aus.

Quelle: hna.de