Nach Demo in Köln: Fridays for Future wirft sich selbst Rassismus vor – Im Rahmen einer Klimastreik-Veranstaltung der „Fridays for Future“-Bewegung (FFF) ereignete sich ein Vorfall, der dazu führte, dass sich die Verantwortlichen öffentlich selbst Rassismus vorwerfen. Den Hintergrund bilden der versuchte Diebstahl durch eine „Person of Colour“ und der darauffolgende Einsatz der Polizei.

In einem Statement auf Instagram heißt es: „Auf dem globalen Klimastreik in Köln am 23.09.2022 kam es zu einem Vorfall, bei dem eine junge Person of Colour der Versammlung verwiesen und dadurch einer polizeilichen Maßnahme ausgesetzt wurde.“

Konkret soll sich besagte Person unter die Demonstranten gemischt und versucht haben, zwei Teilnehmer zu bestehlen.

Das Ganze flog jedoch auf, woraufhin die Veranstalter der Demo den Täter mehrfach aufforderten, diese zu verlassen. Letztlich wurde die Polizei eingeschaltet, welche den Mann nach Informationen der „Bild“ des Platzes verwies und eine Anzeige wegen Taschendiebstahls schrieb.

So weit, so normal, für FFF war die Sache damit aber noch nicht erledigt. In dem Statement ist weiterhin zu lesen:

„Es ist nicht unsere Absicht, mit diesem Statement rassistische Strukturen sowohl innerhalb der Polizei als auch innerhalb von Fridays For Future zu verharmlosen oder gar zu leugnen. Im Gegenteil zeigt der Vorfall und unser Verhalten einmal mehr, dass BIPoC in den Strukturen von Fridays For Future nicht sicher sind.“

Zwar sei der Beschuldigte wieder freigelassen worden, „es hätte [aber] nicht passieren dürfen, dass wir – ungeachtet des vorgeworfenen Verhaltens der Person – eine BIPoC an die Polizei übergeben haben“, so FFF.

Zur Erklärung: „BIPoC“ steht für „Black, Indiginous and People of Colour“ – zu Deutsch also: Schwarze, Indigene und Personen mit dunkler Hautfarbe.

„Bild“ gegenüber zeigte sich Bayerns FDP-Chef Martin Hagen daraufhin fassungslos und erklärte, dass sich die Bewegung „zunehmend ins Abseits“ stelle: „Das schadet dem wichtigen Anliegen des Klimaschutzes. Die Bewegung muss sich entscheiden, ob sie eine Umweltinitiative sein will oder ein Sammelbecken linker Wirrköpfe. Von Demos, auf denen Taschendiebe in Schutz genommen und Polizisten angegangen werden, würde ich mich fernhalten.“

Quellen: bild.de , focus.de