Nach Chaos am Samstag: Corona-Gegner wollen nun täglich demonstrieren – In den letzten Tagen hatten die Gegner der staatlichen Corona-Maßnahmen für Diskussionen gesorgt, nachdem ein Teil von ihnen am Wochenende in Berlin die Treppe des Reichstages erstürmt hatte. Nun wird das Thema der Sicherheit des historischen Gebäudes diskutiert, während die Corona-Protestler angekündigten, täglich an der Siegessäule demonstrieren zu wollen.

Ihre Absichten gaben sie über den Kurznachrichtendienst Telegram an. Dort hieß es, es gehe um „Demokratie und Meinungsfreiheit und gegen die Corona-Maßnahmen“. Laut Polizeiangaben sei nicht zu erkennen, dass es dabei einen direkten Bezug zur Initiative „Querdenken“ gibt. Diese Initiative hatte am Wochenende die große Corona-Demo veranstaltet.

Der Demonstrationsaufruf wurde allerdings auch auf den „Querdenken“ Kanälen geteilt.

In Berlin hatten sich am Samstag zehntausende Personen eingefunden, die ihren Protest gegen staatliche Corona-Maßnahmen zum Ausdruck brachten. Die Polizei hatte zuvor ein Demonstrationsverbot wegen der zu erwartend kleinen Sicherheitsabständen zwischen den Teilnehmern und der damit einhergehenden erhöhten Ansteckungsgefahr erlassen.

Doch Gerichte kippten dieses Verbot, woraufhin der Senat eine Maskenpflicht für Demonstrationen beschloss. Diese wird ab kommenden Samstag gelten. Unsicher ist bisher, ob eine weitere große „Querdenken“-Demo in Planung ist.

Einzelpersonen und Organisationen aus dem rechten Spektrum kündigten für den 3. Oktober – Tag der Deutschen Einheit – kleinere Veranstaltungen an. So liegt der Polizei eine Veranstaltungsanmeldung mit dem Titel „Frieden, Freiheit, Wahrheit“ vor, für die 1000 Teilnehmer gemeldet sind.

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Quelle: focus.de