Mythbusters bauen gigantische Fliegenfalle – Wenn man jemandem „auf den Leim geht“, wie das Sprichwort sagt, so ist man arm dran, denn man sitzt buchstäblich in der Falle. Ob man aber auch „auf dem Leim gehen kann“, das wollten ein paar junge Mythenjäger herausfinden. Die stellten sich die Frage, ob man industriellem Kleber von Fliegenfängern und Co. mit menschlicher Stärke beikommt – und verloren dabei nicht nur den einen oder anderen Schuh, wie ihr im Video erleben werdet.

Die Redensart vom „auf den Leim gehen“ hat übrigens nicht allzu viel mit den auf dem Land noch allseits beliebten (und bitter nötigen) Fliegenfängern für die Küche oder Stube zu tun. Stattdessen geht das Ganze vielmehr auf eine alte und fragwürdige Jagdtechnik zurück, die sich unter Singvogeljägern, vereinzelt bei schwarzen Schafen auch in Deutschland, selbst bis in die 2000er Jahre erhalten hat – und in Ländern, wo man Singvögel isst, auch heute noch zur Anwendung kommt.

In Spanien etwa, oder auf gewissen Teilen der italienischen Insel Sizilien, werden mit Leim bestrichene Bretter an Brut- und Nistplätzen der Tiere ausgelegt. Die bleiben kleben, wenn sie zwecks Nachtruhe landen, verenden qualvoll und können dann „geerntet“ werden – sie sind dem Jäger „auf den Leim gegangen“. Da finden wir diese Variante der „Young Mythbusters“ deutlich humaner. Denn hier ist es ein Team junger Leute rund um „Mythbusters“-Veteran Adam Savage, das sich als Beute versucht.

Kommt man also als „menschliches Ungeziefer“ über eine große geleimte Oberfläche, oder bleibt man ebenso kleben wie eine bemitleidenswerte Fliege oder Amsel?