Stilgefühl ist für Männer heute ein Muss, doch nicht jeder Mann, weiß, was ihm steht und wie er sich am besten zurechtmacht. Anbei eine kleine Übersicht mit den wichtigsten Tipps rund um Kleidung, Frisur und das neue Must-have-Accessoire des Mannes – den Bart.

Das Outfit – gut gekleidet zu jeder Gelegenheit

Die Zeiten, in denen vor allem Frauen sich mit dem Thema Mode auseinandersetzten, sind vorbei. Der moderne Mann muss wissen, was gut aussieht und von welchen Trends er lieber die Finger lassen sollte.

Klassisch geht immer
Ein Mann kann sich traditionell kleiden, ohne dabei langweilig zu wirken. Das klassische weiße Hemd oder der schlichte anthrazitfarbene Anzug gehen immer. Schwarze Anzüge werden hingegen eher bei Hochzeiten, auf Trauerfeiern oder in Intellektuellenkreisen getragen, nicht aber im Büro oder zu anderen Anlässen. Wer etwas mit der Mode spielen will, wählt zum Beispiel eine andere Kragenform des Hemdes und entscheidet sich für einen Haifischkragen. Oder es findet eine Variation der Anzugfarbe statt. Ein dunkelblauer Anzug zum Beispiel ist zu vielen Anlässen eine gute Wahl.

Nicht jeden Mode-Trend mitmachen
Modetrends kommen und gehen und wer sich heute ein Foto aus den 90er Jahren betrachtet, kann kaum noch begreifen, wie er damals aus dem Haus gegangen ist. Wer aus der Pubertät raus ist, sollte darauf achten, nicht jede Mode-Welle mitzumachen. Natürlich können sich einzelne Aspekte, welche die eigene Persönlichkeit unterstreichen, wie eine stylische Sonnenbrille oder ein cooler Hut, herausgepickt werden. Sich jedoch immer komplett nach den neusten Trends zu kleiden, kann schnell ins Peinliche abgleiten und man sieht bestenfalls nicht seinem Alter entsprechend gekleidet aus.

Die eigene Figur berücksichtigen
Nicht jeder Mann kann alles tragen. Bei der Auswahl der Kleidung muss immer der eigene Figurentyp berücksichtigt werden (zur Übersicht der einzelnen Typen). So sollten Männer mit etwas mehr Bauch stets Hemden wählen, die vorne länger geschnitten sind als hinten und wer kurze Beine hat, kann von optisch streckenden Nadelstreifenanzügen profitieren. Genauso sollten Männer mit kräftigem Hals zu V-Ausschnitten tendieren und die Kragenweite ihrer Hemden eine Nummer größer wählen.

Die Bedeutung der Ärmellänge
Die Ärmellänge spielt bei der Wahl der Kleidung eine wichtige Rolle, denn genau wie die sogenannten „Hochwasserhosen“ sehen auch zu kurze Ärmel einfach albern aus. Bei hängenden Ärmeln müssen die Hemdmanschetten die Daumenwurzel berühren. Außerdem sollten sie einen bis zwei Zentimeter aus dem Sakkoärmel herausschauen. Wer etwas längere oder etwas kürzere Ärmel als der Durchschnittsmann hat, kann im Fachhandel nach entsprechenden Hemden mit passender Ärmellänge fragen.

Stilvolle Schuhe sind ein Muss
Der falsche Schuh kann das ganze Outfit ruinieren. Auch, wenn es einige Promis vormachen: Turnschuhe gehören nicht zum Anzug. Hier sind die klassischen Oxfords oder Brogues immer die richtige Wahl. Ein Beitrag von cio.de gibt zudem an, dass Schuhe, welche zum Anzug getragen werden, stets über eine Ledersohle verfügen sollten. Im Alltag sind natürlich auch Chucks, Sneakers oder andere Schuhmodelle erlaubt, jedoch sollten auch diese stets gepflegt und auf das Outfit abgestimmt sein.

Understatement beim Thema Gürtel
Der bekannte Charakter Howard Wolowitz aus der Erfolgsserie 'The Big Bang Theory' liebt seine extravaganten Gürtelschnallen. Im wahren Leben sollten Männer jedoch von derlei Spielereien Abstand nehmen. Der Gürtel sollte aus Leder sein, eine schlichte Schnalle haben und farblich zu den Schuhen passen.

Niemals Braun und Schwarz mischen
Auch hier gibt es wieder prominente Beispiele, die sich nicht an diese Regel halten. Dennoch gilt, dass braune Schuhe nie zu einem schwarzen Anzug getragen werden sollten, genauso wenig, wie ein brauner Gürtel. Zu einem blauen, grauen oder beigen Anzug hingegen passen braune Schuhe.

Keine Unterhemden in der Öffentlichkeit
Ja, manchen Männern muss man das wirklich sagen: Feinrippunterhemden haben außerhalb der eigenen vier Wände nichts zu suchen, sie zeigen einfach zu viel Haut und sehen nie vorteilhaft aus. Besser ist ein schlichtes weißes Baumwoll-T-Shirt. Wem darin zu warm ist, der kann die Ärmel lässig hochkrempeln.

Farben und Muster gekonnt kombinieren
Ein gestreifter Anzug zu einem karierten Hemd, gepaart mit einer gepunkteten Krawatte? Das geht einfach nicht. Genauso sind auch karierte Shorts und Hawaii-Hemd ein No-Go. Ebenso wie die Kombination zu vieler verschiedener Farben. Als Faustformel gilt, dass das Muster der Krawatte stets stärker sein sollte als das des Hemdes. Weiterhin wird zu einem Nadelstreifenanzug immer ein einfarbiges Hemd getragen. Ansonsten gilt, dass jemand, der nur zwei Farben, zum Beispiel Blau und Weiß oder auch Orange und Weiß, miteinander kombiniert, nichts falsch machen kann. Hat ein Kleidungsstück ein auffälliges Muster, sollten die restlichen Teile einfarbig und ohne Muster sein.

Treckingsandalen mit Socken? Never Ever!
Dieser modische Fauxpas ist eigentlich so hinlänglich bekannt, dass es wundert, dass immer noch Männer mit Tennissocken in Sandalen in freier Wildbahn gesichtet werden. Will Mann Sandalen tragen, darf er das, aber bitte ohne Socken. So können zum Beispiel schicke schwarze Sandalen wunderbar mit einer lässigen Chino-Hose und Hemd kombiniert werden.

Nackte Waden? Höchstens beim Sport
Shorts sind selten vorteilhaft. Beim Sport, am See oder beim entspannten Grillen im Park mögen sie in Ordnung sein, sonst jedoch sollten Männer ihre Waden stets bedecken. Wer meint, das wäre im Sommer schlicht zu warm, der kann zu lässigen Leinenhosen greifen. Der atmungsaktive Stoff kühlt die Haut angenehm bei heißen Temperaturen.

Schmuck nur in Maßen
Zahlreiche Ketten und Bling-Bling um den Hals – auch so ein ungeliebtes Überbleibsel aus den 90er Jahren. Heute sollte ein Mann sich in puncto Schmuck bedeckter halten – der Ehering und eine schlichte Armbanduhr genügen.

Die Haare – Nur Wasser und Kamm sind nicht genug

Der Style ist erst formvollendet, wenn auch den Haaren die nötige Aufmerksamkeit geschenkt wird. Wer meint, Wasser und Kamm würden genügen, der irrt gewaltig.
Haare haben ihren eigenen Willen
 
Im Zweifelsfall den Frisör des Vertrauens nach seiner Meinung fragen
Wer Locken hat, kann keine Igelfrisur tragen, ganz einfach. Bevor sich also überlegt wird, was mit der Mähne gemacht werden soll, muss geschaut werden, wozu das eigene Haar von Natur aus neigt. Gemeint ist damit zum einen die Haarstruktur, also ob die Haare dünn, dick, glatt oder kraus sind, zum anderen aber auch der Scheitel. Also, wie das Haar von Natur aus fällt, ob es zu einem Mittelscheitel oder zu einem Seitenscheitel tendiert. Selbstverständlich kann die Struktur des Haares bis zu einem gewissen Grad beeinflusst werden, etwa mithilfe eines Glätteisens. Doch der Einzelne sollte sich genau überlegen, wie viel Zeit er in das morgendliche Styling investieren will.

Pflegeprodukte sind unerlässlich
Die wenigsten Männer sind von Natur aus mit so schönem Haar gesegnet, dass sie gänzlich auf Pflege- und Styling-Produkte verzichten könnten. Ob Schaumfestiger, Haarspray oder Haargel das Richtige ist, muss jeder selbst ausprobieren. Auch hier gilt wieder: Weniger ist mehr. Ein erbsengroßer Klecks Haargel reicht meist schon aus, um die Mähne in Form zu bringen und sorgt für einen natürlichen Look. Seren und Haarkuren sowie Spülungen können störrisches Haar bändigen.

Die Frisur muss zum Anlass passen
Der zerzauste Out-of-Bed-Look mag in der Uni oder auch bei Partys gut ankommen, im Büro hat er nichts zu suchen. Genauso kann es zum Ausgehen o. k. sein, etwas mehr Gel oder Spray zu verwenden, beim Sport jedoch sieht es overdressed aus und ist zudem unangenehm, wenn geschwitzt wird und die klebrige Masse die Stirn herunterfließt.

Graue Haare sind sexy
Männer haben den großen Vorteil, dass sie nicht älter werden, sondern nur attraktiver. Ein paar graue Strähnen im Haar können also durchaus anziehend auf das weibliche Geschlecht wirken. Wer sich jedoch partout nicht mit dem Älterwerden abfinden will, sollte beim Färben darauf achten, den Naturton zu treffen, alles andere sieht unvorteilhaft aus. Am besten wird also ausschließlich beim Frisör des Vertrauens gefärbt.

Wenn die Haare lichter werden, zum Rasierer greifen
Noch ein Zeichen des Älterwerdens ist der gefürchtete Haarausfall. Geheimratsecken oder die berüchtigte kreisrunde Hinterkopf-Glatze – sie alle haben eins gemein, sie lassen sich, trotz zahlreicher Werbeversprechen der Haarwuchsmittelindustrie, nicht aufhalten. Wer also merkt, dass sein Haar lichter wird, sollte auf keinen Fall den Fehler machen und versuchen, sich lange Strähnen wachsen zu lassen, um diese dann darüber zu kämmen. Es sieht einfach immer sehr albern aus, genau wie ein Toupet. Hier ist es an der Zeit die eigene Männlichkeit unter Beweis zu stellen, beherzt zum Rasierer zu greifen und sich selbst einen markanten Millimeterschnitt zu verpassen. Dazu passt übrigens ein schicker Bart besonders gut.

Der Bart – Welchem Typ steht welche Gesichtsbehaarung am besten?

Bärte sind in, soviel steht fest. Doch nicht jeder Bart steht jedem Typ Mann gleich gut. Anbei ein kleines Einmaleins der Gesichtsbehaarung.
Der lässige Dreitagebart
 
Wohl eher ein Siebentage-Bart
Je nach individueller Stärke und Schnelligkeit des Haarwuchses kann er auch als Fünf- oder Siebentagebart bezeichnet werden. Fest steht jedoch, er ist mächtig lässig. Zudem ist die Anzucht sehr einfach, denn es wird lediglich ein paar Tage auf den Rasierer verzichtet, beziehungsweise später wird er in Form gehalten, indem der Trimmer zum Einsatz kommt. Der Nachteil kann, vor allem bei recht kurzen Haaren, das Kratzen sein, über welches sich vor allem die Frau oder Freundin gerne beschwert. Prädestiniert für den Drei-Tage-Bart sind Männer mit quadratischen und markanten Gesichtern.

Der schmale Oberlippenbart
Die breite Version des Oberlippenbartes ist definitiv out, erinnert der füllige Schnauzer doch zu sehr an Magnum und Co. Der schmale Oberlippenbart hingegen erfreut sich großer Beliebtheit bei modischen Vorreitern, wie Ryan Gosling oder Jude Law. Zur Pflege braucht es nur eine Bartschere und etwas Bartwachs. Aufpassen muss Mann allerdings, dass nichts in seinem Oberlippenbart hängenbleibt, wie zum Beispiel Suppe oder andere Speisereste. Vor allem Männer mit weichen Gesichtszügen sorgen mit diesem Bart für eine markante Note.

Der gepflegte Vollbart
Lange war er verrufen, heute ist er nicht nur in Hipster-Kreisen angesagt – der gepflegte Vollbart. Doch bis die Haare lang genug sind, muss sich geduldet werden. Zudem sollten sich nur Männer mit gleichmäßigem Bartwuchs einen Vollbart wachsen lassen, sonst sieht der Versuch schnell lustig oder ungepflegt aus. Ist der Bart einmal gewachsen, reicht es aus, ihn alle zehn Tage mit Trimmer und Schere zurechtzustutzen. Damit der Bart stets gepflegt und hygienisch ist, muss er regelmäßig mit lauwarmem Wasser und einem milden Shampoo gewaschen werden. Weich wird er mittels Bartpflege-Öl. Der Vollbart steht vor allem Männern mit ovalen und symmetrischen Gesichtern.

Der Ziegenbart
Der Ziegenbart hat seine Glanzzeiten hinter sich und wird vom modebewussten Mann heute nicht mehr getragen. Zudem sieht der Ziegenbart immer etwas ungepflegt aus und erinnert an die Grunge-Zeiten. Vor allem Männer, welche lange Haare haben, sollten vom Ziegenbart dringend Abstand nehmen.

Der Henriquatre-Bart
Bei Orlando Bloom sieht er schick aus, bei Stefan Raab eher peinlich – der Henriquatre-Bart. Dieser Rund-um-den-Mund-Bart braucht sehr viel Pflege und ist in jedem Fall ein Blickfang. Leider steht er nur wenigen Männern, meist denen, die von Natur aus schon etwas verwegen aussehen.