Mir reicht es in Deutschland! Ich wandere aus! Diesen Gedanken hatten in den vergangenen Jahren sicherlich viele. Und viele kehrten nach grandioser Selbstüberschätzung auch wenige Wochen oder Monate später zurück ins gemütliche Deutschland. Doch in welchen Städten ist der Lebensunterhalt eigentlich am höchsten? Die Mercer-Studie 2013 hat die Antwort.

Auf Platz 1 thront Luanda, die Hauptstadt von Angola. Ein unmöbliertes Zweizimmer-Appartement kostet dort im Monat 6500 US-Dollar. Eine Jeans schlägt mit 204 US-Dollar zu Buche.

„Geeigneter Wohnraum für Expatriates ist in vielen Städten knapp und deshalb oft sehr teuer. Zudem sind importierte Güter wie Kleidung und Haushaltswaren in der Regel kostspielig“, so Mercer-Expertin Margit Kaiser.

Auf weiteren Plätzen befinden sich zum ersten Mal auch Sydney. Die australische Metropole ist vor allem wegen des ungünstigen Wechselkurses für Ausländer vertreten. Gleich drei Schweizer Städte schafften den Sprung in die Rangliste. In Bern werden für ein Menü in einem Schnellrestaurant umgerechnet 12,51 US-Dollar veranschlagt.

Kinogänger aus Zürich sollten sich für ein erstes Date eine andere Stadt aussuchen. Eine Kinokarte kostet hier nämlich umgerechnet 20,66 US-Dollar. Ähnlich sieht es in Tokio aus, wo eine Kinokarte 19,34 US-Dollar kostet. Genf ist als Standort der Uno sowie der Welthandels- und Weltgesundheitsorganisation die teuerste Schweizer Stadt.

In Hongkong muss man für eine Drei-Zimmer-Wohnung im Monat 13.000 US-Dollar hinblättern. Die Hauptstadt des Tschad ist ebenfalls vertreten: mit einer Million Einwohnern zählt diese Großstadt zu den teuersten in der Region. Das liegt vor allem, wie bei Luanda, an den Importgütern.

Hier die Liste der teuersten Städte der Welt:
 Platz 1: Luanda, Angola
 Platz 2: Moskau, Russland
 Platz 3: Tokio, Japan
 Platz 4: N'Djamena Tschad
 Platz 5: Singapur
 Platz 6: Hongkong, China
 Platz 7: Genf, Schweiz
 Platz 8: Zürich, Schweiz
 Platz 9: Bern, Schweiz
 Platz 10: Sydney, Australien

Welches ist die teuerste Stadt, die ihr je besucht habt?

Quelle: Stern