Endlich mal eine gute Nachricht! Wenn nicht sogar die Beste, über die man als Redakteur überhaupt berichten darf: Einem deutschen Team von Wissenschaftlern ist kürzlich ein Durchbruch in der Krebsforschung gelungen! Die Rede ist tatsächlich davon, in fünf Jahren ein Mittel zur Impfung auf den Markt bringen zu können!

Aber von vorne: Am Anfang stand die Gründung des Biotech-Unternehmens 'BioNTech' von einem Forscher Namens Ugur Sahin. Dieser scharte einen Haufen Fachleute um sich, mit denen er sich der Aufgabe stellte, eine neue, universelle und hochwirksame Art der Krebsimpfung zu entwickeln. Keine leichte Aufgabe, waren bisherige Versuche in diese Richtung doch eher von mäßigem Erfolg gekrönt. Denn leider übersieht die körpereigene Abwehr üblicherweise die entarteten Krebszellen. Das Team um Sahin bedient sich jedoch eines Tricks, indem es Nanopartikel zum Einsatz bringt. Dem Patienten werden winzige Fetttröpfchen ins Blut gespritzt, die mit Suchmotiven für die Krebszellen beladen sind und so dem gesamten Körper eine Virusinfektion vorgaukeln.

Erkenne den Feind!
Das Immunsystem schaltet auf Alarm und hetzt augenblicklich alle verfügbaren Abwehrzellen auf den identifizierten Feind. Woran dieser zu erkennen ist, lernen die Immunzellen durch die Impfung: Die in den Nanopartikeln verpackten Krebs-Suchmotive weisen den Weg und ermöglichen es den Abwehrzellen, große Krebswucherungen, aber auch kleinste Tochter-Tumore, die Metastasen, überall im Körper zu finden.

Und es scheint wahrhaftig zu funktionieren. Sowohl bei Tierversuchen als auch bei drei Patienten mit fortgeschrittenem Hautkrebs schlug die Therapie an. Und das laut Sahin auch noch ohne irgendwelche Nebenwirkungen. Der Kopf des Unternehmens plant nun, eine erste solche Krebsimpfung schon in fünf Jahren zur Zulassungs- und damit Marktreife zu bringen. Ein Markt, der auf gut 100 Milliarden Dollar beziffert wird.

Und womöglich zeigt sich am Ende doch noch eine Nebenwirkung. Denn wie teuer wird das Produkt sein? Und wird es jeder erhalten können? Ein gewinnorientiertes Unternehmen mit der Kontrolle über ein Medikament, das Millionen von Leben retten kann … eine solche Dystopie geht in keiner Geschichte jemals gut aus. Aber am besten zerschlagen wir noch keine ungelegten Eier und warten einfach mal ab. Der Kampf gegen den Krebs könnte nämlich in naher Zukunft gewonnen werden ...