Marihuana im wissenschaftlichen Aufwind! Immer mehr Studien attestieren dem kriminellen Kraut diverse heilende Wirkungen auf den Körper, was zumindest schon mal dazu geführt hat, dass es in bestimmten Krankheitsfällen offiziell erworben und konsumiert werden darf. Allerdings wird Cannabis nicht nur eine akut schmerzlindernde Wirkung nachgesagt, es beugt offenbar auch Krankheiten vor. Einer Studie zufolge sogar Alzheimer!

Die als unheilbar geltende Krankheit äußert sich zunächst durch allgemeine Störungen von Hirnfunktionen und der Kommunikationsfähigkeit, bis der Betroffene irgendwann nicht einmal mehr seinen eigenen Partner erkennt. Der Prozess, der dazu führt, beginnt jedoch schon lange vor den ersten wahrnehmbaren Symptomen. Das Auftreten sogenannter Beta-Amyloid-Plaques im Gehirn gilt als erstes Anzeichen einer Erkrankung, denen die Entstehung von Beta-Amyloid-Proteinen vorausgeht.

Besagte Studie, die von einem Team rund um Professor David Schubert vom Salk Institute for Biological Studies in Kalifornien durchgeführt wurde, konnte nun nachweisen, dass das rauschbewirkende Element in Cannabis die Bildung von Beta-Amyloid verhindern und sogar bestehende Beta-Amyloid-Zellen vernichten kann.

Der Held des Tages nennt sich Tetrahydrocannabinol, besser bekannt als „THC“. Denn als die Forscher modifizierte Nervenzellen, die ein hohes Level an neuronenzersetzendem Beta-Amyloid aufwiesen, mit der psychoaktiven Verbindung in Berührung brachten, zogen sich die Bösewichter zurück und die Entzündungsreaktionen beruhigten sich. Somit konnte der Zelltod der Nervenzellen verhindert werden.

Allerdings gilt wie stets festzuhalten, dass diesbezügliche Experimente bisher nur mit im Labor hergestellten Zellen durchgeführt wurden. Weitere Überprüfungen bis hin zu klinischen Studien sind erforderlich, bevor die Erkenntnisse zu einer tatsächlichen Behandlung führen können.