Natürlich haben wir schon immer gewusst, dass Fast-Food nicht gesund sein kann, aber es wird uns doch nicht gleich umbringen, oder!? Starkoch Jamie Oliver versucht bereits seit Jahren, die Öffentlichkeit auf skandalöse Produktionsverfahren bei McDonalds aufmerksam zu machen, und hat es letzten Endes tatsächlich geschafft, den Konzern zum Umdenken zu bewegen.

Gegenstand seiner Kampagne war die Verwendung von Ammoniumhydroxid bei der Herstellung der Burger-Pattys. Tatsächlich wird das verwendete Fleisch in der Chemikalie, die Oliver „Pink Slime“ getauft hat, – vermutlich, um sie in den Köpfen der Leute besser zu verankern – zunächst „gewaschen“ und dann im nächsten Schritt Bestandteil des fertigen Produktes! Dazu muss man wissen, dass Ammoniumhydroxid als Bakterienkiller verwendet wird, um ansonsten ungenießbares Fleisch für den menschlichen Konsum aufzubereiten.

„Im Grunde erwerben wir ein äußerst günstiges Hundefutter, welches nach Durchlaufen des Prozesses an Menschen verkauft wird“, bringt es der Starkoch auf den Punkt. „Wie kann ein fühlendes menschliches Wesen wollen, dass seine Kinder mit Ammoniak gefülltes Fleisch in den Mund nehmen?“

Im Zuge der darauf entstandenen schlechten Presse ließen McDonalds Niederlassungen aus Lateinamerika, Irland und England verlautbaren, dass in ihrer Region nicht auf diese Art gearbeitet würde. Man verwerte nur regionales und vor allem genießbares Fleisch. Das wirft die Frage auf, warum man in den Vereinigten Staaten nicht auch so verfahre. Nicht zuletzt verzichten andere Fast-Food-Größen wie Burger King und Taco Bell schon lange auf Ammoniak.

Und wie bereits gesagt, es hat gewirkt: McDonalds gab kürzlich bekannt, das Rezept geändert zu haben, und auf den Fleischfüller künftig zu verzichten. Angeblich hat das aber nicht das Geringste mit Jamie Olivers Kampagne zu tun. Na dann ...

McDonald's in Deutschland, Schweiz und Österreich betrifft dieses Problem im Übrigen nicht. Ein Hoch auf die strengen Kontrollen hierzulande!