Bei McDonald’s zu essen, ist wie ein Verkehrsunfall: Man möchte nicht daran teilhaben, aber wenn man es tut, dann kommt man so schnell auch nicht weg. In New York sieht das anders aus, dort werden die Gäste nämlich angewiesen, doch bitte nicht länger als 20 Minuten für ihre Mahlzeit zu benötigen. Eine Gruppe Koreaner widersetzt sich seit fünf Jahren erfolgreich der Anweisung, bestellt jedoch auch selten etwas zu essen.

Sie sitzen beisammen, trinken Kaffee, drehen eine Runde um den Block und finden sich anschließend wieder in der McDonald’s-Filiale ein. Wer jedoch nur einen Dollar für Kaffee ausgibt und stundenlang die Sitzbänke belegt, sorgt für die Restaurantbetreiber natürlich für wirtschaftlichen Verlust. Deshalb gab es in der Zeit zwischen November und Januar elf Anrufe bei der Polizei, um die koreanischen Herrschaften aus dem Restaurant entfernen zu lassen.

Die Medien haben den Streit natürlich sofort aufgesogen und berichten darüber. Einige stört die Herzlosigkeit der Restaurantbetreiber, andere wundern sich, warum die Rentner gerade dort ihren Kaffee trinken, obwohl er in einem koreanischen Gemeindezentrum ein Viertel des Preises kostet.

„Ich gehe normalerweise nicht in ein Seniorenzentrum (…) weil ich mich dort fühle, als würde ich altern“, äußerte einer der Rentner gegenüber Korea Times.

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