Jep, ihr habt euch nicht verlesen. Ausgerechnet die Mutter aller Fastfood-Fresstempel gießt Frittierfett ins lodernde Feuer des ewigen Streits zwischen Fleischessern und Veganern. Der Burger-Gigant – oder besser: sein österreichischer Ableger – plant nämlich nun, seine Karte um vegetarische und vegane Alternativen zu erweitern.

Dabei sind die Pläne wohl schon derart fortgeschritten, dass man ein Marktforschungsinstitut damit beauftragt hatte, 30 vegane und vegetarische Testesser eine Woche lang täglich zur Blindverkostung zu laden. Das Ergebnis: Der vegetarische Burger versagt wohl auf ganzer Linie, Testesser bezeichneten ihn als „geschmacklos und fad“ – umso seltsamer, dass die beiden veganen Varianten bei den Testern deutlich mehr Anklang fanden. Kritisiert wurde nur, dass sämtliche Burgerversionen mit deutlich zu wenig Gürkchen und Gemüse ausgestattet seien.  

Was macht einen Burger vegan?
So erinnerte „die faserige Konsistenz“ des veganen Pattys die Tester „tatsächlich an Fleisch“. Aber was macht einen Burger vegan? Nun, neben dem Verzicht auf Milch, Beef und jedwedes tierische Produkt wohl auch die Tatsache, dass er auf keinen Fall mit den Fleischprodukten für den Rest der Mc-D-Besucher auf demselben Grill zubereitet werden darf, damit er nicht mit Tierfleisch in Berührung kommt. Geschaffen wurden diese Burger übrigens mit hoher Wahrscheinlichkeit vom vegan lebenden österreichischen Gastronomen Karl Schillinger.

Angesichts solcher Schilderungen stellen wir von mann.tv uns nur die Frage: Warum muss nahezu jedes vegane Produkt eigentlich einer „fleischigen“ Vorlage nachempfunden werden? Fällt den Designern veganer Lebensmittel nichts Eigenes ein? Unter den Produkten sind nämlich auch Dinge wie etwa „vegane Chicken Mc Nuggets“ – und in dem Namen liegt der Widerspruch ja nun schon in sich. Und ist es wirklich vegan, seine Kohle einer Restaurantkette in die Kassen zu spülen, die von den Gewinnen ihren aus Massentierhaltung gewonnenen Fleischnachschub sichert? Wir bezweifeln das stark.    

Quelle: Kurier