Gehört ihr auch zu denen, die um die Bioecke beim Supermarkt einen großen Bogen machen, weil die Produkte deutlich teurer sind? Klar versteht ihr, dass der Aufwand für Bioprodukte nun mal mit höheren Kosten verbunden ist, und unterstützt das Ganze auch grundsätzlich, doch Benzin wird ja auch immer teurer und eure Freundin hat außerdem bald Geburtstag. Solltet ihr euch deswegen etwas schämen, seid beruhigt: Ihr seid mit diesem Problem nicht allein.

Denn auch die allseits beliebte Fast-Food-Kette McDonald's kann sich gentechnikfreies Futter nicht mehr leisten und beendet die seit 2001 bestehende Selbstverpflichtung, europaweit auf Genfutter bei der Herstellung von Chickennnuggets und Chickenburgern zu verzichten.

In einen Brief an die Umweltschutzorganisation Greenpeace begründete der Konzern diese Entscheidung damit, dass es angeblich keine ausreichenden Mengen an Bio-Futtermitteln „zu wirtschaftlich vertretbaren Konditionen“ gebe. Nun rechnete man bei Greenpeace ein wenig nach, und stellte fest, dass sich so ein Chickenburger lediglich um einen Cent verteuern würde, setzte man weiterhin auf Biofutter in der Hühnermast.

McDonald's ist das aber wurscht und bestätigte die neue Politik. Die Qualität der Produkte solle aber nicht darunter leiden. Nun mag es durchaus so sein, dass ein Chickennnugget auch in Zukunft lecker ist, doch ob die Haltung des Konzerns den Verbrauchern schmecken wird, bleibt abzuwarten.