Irgendjemand hier, der männlich und über 18 Jahre alt ist, auf Frauen steht und sich gerne mal einen Schmuddelfilm reinzieht? Wir fragen nur, weil ein Professor der Universität Duisburg-Essen derzeit Teilnehmer für eine Studie sucht, und das Bewerbungsprofil auf … naaaa, sagen wir 95 Prozent unserer Leserschaft zutrifft. Und da es einer guten Sache dient und vor allem auch nach Spaß klingt, dachten wir uns, nutzen wir doch einfach mal unsere Reichweite in genau dieser Zielgruppe.

In der Studie soll die zunehmend grassierende Sucht nach Pornographie untersucht werden. Dazu findet im ersten Schritt eine reine Online-Befragung statt (guckst du hier), woraufhin sich die Versuchsteilnehmer dann für Runde Zwei und Drei ins Labor begeben müssen. Dort wird ihnen schließlich pikantes Bildmaterial vorgesetzt, und gemessen, was unser Gehirn während der Betrachtung so treibt.

Allerdings wird es sich dabei ausschließlich um statisches Bildmaterial aus Pornos handeln, um „Fotos, erotische Standbilder, die aus typischen Filmen entnommen wurden“. Videos werde es nicht geben, wie Professor Matthias Brand gegenüber der „Bild“ betont.

Jedenfalls erhofft sich das Team hilfreiche Erkenntnisse auf der Suche nach den Ursachen der Sucht, um den Betroffenen in der Folge besser helfen zu können. Immerhin gibt es immer mehr Menschen, denen es schwerfällt, ihre Handlungen diesbezüglich zu kontrollieren und die sogar am Arbeitsplatz auf Pornoseiten surfen, obwohl sie sehr genau wissen, dass dies verboten ist. Schuld ist angeblich das sogenannte „ventrale Striatum“, ein Teil des Belohnungssystems im Gehirn, das sich beim Konsum von pornographischen Inhalten aktiviert, und dem es ein Schnäppchen zu schlagen gilt.

Die Daten der Teilnehmer werden natürlich streng vertraulich behandelt. Sämtliche Mitarbeiter, die an dem Projekt beteiligt sind, unterliegen selbstverständlich der Schweigepflicht.

Quelle: focus.de