Mit dem Alter kommen nicht nur die ersten Prostatabeschwerden, sondern auch auf dem Kopf sieht es nicht mehr so rosig aus. Die Haare fallen aus, es entstehen grausige Geheimratsecken und in null Komma nichts steht Mann als Glatzkopf da. Forscher haben nun eine neue Methode der Haarverpflanzung entdeckt.

Anstatt wie üblich komplette Hautteile zu verpflanzen, wird dies lediglich mit einzelnen Zellen gemacht. Dadurch werden neue Haarfollikel gebildet. Dieser Prozess läuft eigentlich nur vor der Geburt oder nach Verletzungen ab. Eine echte Chance für Menschen, bei denen eine übliche Haartransplantation nicht in Frage kommt. In Deutschland sind mehrere Millionen Menschen von Haarausfall betroffen.

Die haarbildende Fähigkeit wird bewahrt, indem die Zellen in Tropfenform vermehrt werden – entsprechend den natürlichen Bedingungen im menschlichen Gewebe. Für die Studie bat man sieben männliche Probanden mit erbbedingtem Haarausfall ins Labor. Nach erfolgreicher Verpflanzung auf die Rücken von Mäusen bildeten sich innerhalb von sieben Wochen neue Haarfollikel, die jedoch nicht sonderlich groß waren und somit nicht alle Hautschichten durchdrangen.

Bevor es bedenkenlos bei Menschen angewandt werden kann, müsste es weiter erprobt werden, sprich weitere Tests sind unabdingbar. Ebenfalls ausstehend sind Langzeituntersuchungen. Wie die ganze Therapie finanziert würde, wurde zudem nicht beantwortet.

Quelle: Stern