Alles, was Spaß macht, ist verboten. Wirklich alles? Nein! Ein von unbeugsamen Wirten betriebenes Netzwerk aus Currywurstbuden hört nicht auf, dem Verbraucherschutz Bauchschmerzen zu bereiten … und den eigenen Kunden.

Gemeint sind natürlich diese Buden, die sich mit ihrem Konzept direkt ins Herz des männlichen Triebes nach Selbstdarstellung und Konkurrenzdenken bohren: Wer schafft die schärfste Wurst? Normalerweise sind die Schärfegrade dabei auf einer Skala von 1 bis 10 eingeteilt. Vier ist für die meisten kein Problem, bei 5 fängt es an komisch zu werden, und dann setzen die Schmerzen ein.

Zumindest für den untrainierten Gourmet. Denn an Schärfe, deren Maßeinheit Scoville genannt wird, kann man sich durch langsames und regelmäßiges Herantasten gewöhnen. Wer nur ab und an mal einen Tropfen Tabasco genießt, dessen Scovillezahl so bei 8500 liegt, der wird mit den geheimnisvollen Soßen beim Currywurstmann seinen Spaß haben. Hier liegen die Werte im Millionenbereich(!!)!

Die Folge: Atemnot, Schweißausbrüche, Schluckauf, Magenkrämpfe. In ganz schlimmen Fällen kann es sogar zur Blasenbildung im Mund oder zu Kreislaufbeschwerden bis hin zum Schock kommen.

Nicht zuletzt deshalb meckern Verbraucherschützer herum, dass die Dosierungsanweisung 'nur tröpfchenweise' nicht deutlich genug hervorgehoben wird. Namensgebungen wie 'Death', 'Suicide' oder 'Fire Blaster' sind für uns dumme Männer wohl nicht ausreichend.

Abgesehen davon würden wir uns vor den Jungs sowieso nicht daran halten. Und warum? Weil wir Männer sind! Und als solche haben wir Kakao als Feuerlöscher dabei. Nur für den Fall, dass wir den Mund zu voll genommen haben. Wir sind ja schließlich nicht dumm. Hallo!?