Es gibt sie, die stillen Helden der männlichen Menschheit, die für uns Kerle ihr Letztes gegeben haben. Gedenken wir unseres Bruders Tim Goddard (28) aus dem ostenglischen Ipswitch, der auf dem Altar der weiblichen Eitelkeiten geopfert wurde. Seine Freundin Taylor-Anne Gallagher (22) schickte ihn direkt in die Hölle. Ihr reichte es nicht, dass er mit ihr shoppen gehen musste, wie es uns die meisten unserer amazonischen Unterdrückerinnen antun – nein, Tim sollte dieses Mal alleine gehen. In ein Damengeschäft. Leggings kaufen. Das blanke Grauen.

Wer selbst einmal in einer ähnlichen Lage war und daraus entronnen ist, weiß, was für ein Martyrium eine solche Reise in die Abgründe der weiblichen Seele für einen Mann darstellt. Die grauenerregenden Erlebnisse seiner Odyssee hielt Tim in einem Expeditionstagebuch fest, welches er seinem Weib in Form von Kurzmitteilungen in der Hoffnung auf Rettung schickte. Taylor-Anne veröffentlichte seine verzweifelten Hilfeschreie über Twitter, statt Tim zu erlösen. Ihr findet diese im Folgenden, lest jedoch nur weiter, wenn ihr starke Nerven habt … Antworten konnte die junge Dame übrigens nicht, sie war arbeiten und musste Tim daher seinem Schicksal überlassen…*

*Achtung: Dieser Text sowie die folgenden Passagen könnten „kleinere Dosen“ von Ironie und Sarkasmus enthalten haben!

Verzweifelte Schreie einer Männerseele…

Es beginnt mit einfachen Fragen, die wohl jeder Mann sich stellt: „Hier gibt es so viele verschiedene Leggings. Warum? Aus welchem Grund? Willst du knöchellange oder keine knöchellangen?“ Doch wir wissen alle, dass man nur lange genug in den Abgrund starren muss, damit er zurückschaut: „Willst du welche mit Reißverschluss? Warum haben überhaupt welche einen Reißverschluss? Das ist unglaublich. Ich verstehe den Sinn nicht, warum es achttausend verschiedene schwarze Leggings gibt.“
An diesem Punkt ist die Spirale des Grauens nicht mehr zu stoppen, Tim ist in die Legging-Falle getappt, findet nicht mehr heraus aus dem Labyrinth weiblichen Überflusses. Leggings haben nämlich noch dazu unterschiedliche Dicken! Tims Seele leidet still, seine Nachrichten – verzweifelte Schreie einer Männerseele: „Ich bin überfordert“ – das Eingeständnis der Kapitulation. Doch zur Freiheit verhelfen sollte es dem gequälten Helden nicht, niemand holte ihn aus der Hölle: „Ich liege auf dem Boden in Fötus-Position. Schick mir Hilfe. Ich bin in diesem Laden seit fünf Tagen. Ich vermisse die Sonne. Ich liebe dich. Sag meiner Familie, dass ich sie auch liebe.“

Happy End?

Doch Tim ist ein Held, ein echter Mann, ein ganzer Kerl und Vorbild für uns alle: Gegen jeden Widerstand schafft er es, seinem Weib eine schwarze Stoffpelle aus den Tiefen der Hölle zu bringen. Nachdem das Posting von Taylor-Anne veröffentlicht worden und viral gegangen war, wollte eine Twitter-Nutzerin wissen, wie es dem gezeichneten Heroen nach seiner unmenschlichen Quest in den Abgrund ergangen sei. Tims Antwort sollte uns allen ein mahnendes Beispiel sein: „Ich habe es nach draußen geschafft, aber ich bin noch nicht zu einhundert Prozent überzeugt, ob ich nicht doch noch in einem Koma bin.“

Mögen seine Narben von diesem grauenerregenden Trip heilen – wir befürchten jedoch, dass unser Bruder Tim Goddard für immer gezeichnet sein wird. Legen wir eine Schweigeminute ein für diesen Helden der männlichen Menschheit. Danken wir ihm.

Quelle: tag24.de