Wer von euch kennt ihn nicht? Den legendären Satz, der häufig am Ende einer Beziehung steht und vorgaukeln soll, dass alles nicht so schlimm ist, man sich „eigentlich“ immer noch mag und es nicht an einem selber lag: „Lass uns Freunde bleiben.“ Klingt an sich ja ganz schön, auch wenn es für die verlassene Partei oft wesentlich schwieriger ist als für die Verlassende. Aber ist eine Freundschaft danach überhaupt eine gute Idee?

Genau dieser Frage gingen Justin Mogilski und Dr. Lisa Welling von der Oakland University nach. Dazu befragten sich 861 Menschen zu ihrem Verhältnis zum Ex und unterzogen sie danach einem Persönlichkeitstest.

Und jetzt kommt's knüppeldick: Menschen, die mit ihren Ex-Partnern befreundet bleiben, haben meist psychopathische Tendenzen!

Genauer gesagt zeichnet sich diese Personengruppe durch eine oder auch mehrere der drei schlechten Eigenschaften aus, die Wissenschaftler klangvoll als die „Dunkle Triade“ zusammenfassen. Dazu gehören Narzissmus, Machiavellismus und, wie gesagt, Psychopathie.

Ersteres beschreibt einen äußerst selbstverliebten Menschen. Narzissten überhöhen sich selbst und glauben, dass ihnen Ruhm und Ehre zustehen. Der Machiavellist denkt extrem rational und kalkulierend, er verfolgt seine persönlichen Ziele mit allen Mitteln, ohne ethische Einflüsse von Moral und Sittlichkeit. Der Psychopath dagegen ist vollkommen empathiebefreit, sehr impulsiv und rücksichtslos. Im Gegensatz zu den ersten beiden Gruppen hat er zudem keine Angst vor den Konsequenzen seines Handelns.

Tja, jetzt fühlen sich hier sicher einige ertappt, oder in ihrer Einschätzung zum Ex-Partner bestätigt. Unterm Strich hat es die Band Revolverheld mit ‘Scheiß auf Freunde bleiben!’ aber schon ganz gut zusammengefasst. Auch wenn's manchmal schwerfällt, ist es meist besser so! Empirisch bewiesen!