Layla-Verbot: Laut Stadt Düsseldorf „weder geplant noch gewollt“ – Nachdem im Fahrwasser der Debatte um den Mallorca-Partysong „Layla“ die Runde machte, dass dieser nach dem Kiliani-Volksfest in Würzburg auch auf der Düsseldorfer Rheinkirmes verboten worden sei, rudern Veranstalter und Stadt nun zurück. Wie es heißt, sei ein Verbot „weder geplant noch gewollt“ gewesen.

Ursprünglich hatte sich der Schützenverein St. Sebastianus als Veranstalter der Düsseldorfer Rheinkirmes dazu entschlossen, den Song auf keiner der anlässlich des Festes stattfindenden Partys und ebenso wenig auf den Fahrgeräten zu spielen.

Vorausgegangen war ein entsprechendes Gespräch mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Düsseldorf, Elisabeth Wilfart.

Einer Mitteilung zufolge sei dabei aber kein Verbot, sondern lediglich eine Empfehlung ausgesprochen worden. Immerhin habe vonseiten der Stadt keinerlei Rechtsgrundlage für ein derartiges Verbot bestanden.

Die Gleichstellungsbeauftragte wünscht sich mit Blick auf die Tatsache, dass es sich bei der Kirmes um ein Volksfest mit bis zu vier Millionen Besuchern handelt, allerdings eine „entsprechende Sensibilität“.

Wilfart: „Als Gleichstellungsbeauftragte würde ich es daher begrüßen, wenn zumindest die nun angestoßene öffentliche Diskussion über Liedtexte, die sich im Spannungsfeld zwischen Kunstfreiheit, Diskriminierung und Sexismus befinden, zu einer entsprechenden Sensibilisierung führt.“

Ein offizielles Verbot sei aber ausdrücklich nie geplant oder gewollt gewesen.

Hintergrund ist eine seit Tagen grassierende Sexismus-Debatte, die sich um den Inhalt des enorm erfolgreichen Party-Hits „Layla“ von DJ Robin & Schürze dreht. In diesem heißt es unter anderem: „Ich hab' 'nen Puff und meine Puffmama heißt Layla. Sie ist schöner, jünger, geiler (...) Die schöne Layla, die geile Layla. Das Luder Layla, unsre Layla (...).“

Im Vorfeld der Debatte um die Düsseldorfer Rheinkirmes war bekanntgeworden, dass der Song auf Drängen der Stadt Würzburg auf dem dort stattfindenden Kiliani-Volksfest nicht gespielt werden darf.

Der Künstler und Interpret DJ Robin äußerte Unverständnis über diese Entscheidung und erklärte gegenüber „Bild“:

„In jedem Deutsch-Rap-Lied sind die Texte schlimmer. Da regt sich kein Mensch auf.“

Und auch die Gäste scheinen mit dem Verbot nicht einverstanden zu sein, machte doch unlängst ein Video die Runde, in dem zu sehen ist, wie ein ganzes Festzelt in Würzburg – Frauen und Männer gemeinsam – den Titel dem Verbot zum Trotz lauthals zum Besten gibt (MANN.TV berichtete).

Quellen: tag24.de , bild.de