In den USA scheint sich gerade eine „Dampfer-Krankheit“ epidemisch zu verbreiten, die dort  bereits mehrere hundert Erkrankte sowie Stand jetzt acht Todesopfer zu verzeichnen hat. Nun ist eine aktuelle Langzeitstudie veröffentlicht worden, die die Giftigkeit von E-Zigaretten mit Aromen und Geschmacksstoffen nachweist. Demnach können diese Inhaltsstoffe die Zellen schädigen, mit denen die Atemwege ausgekleidet sind.

Allein in den USA nutzen bislang neun Millionen Erwachsene und 3,6 Millionen Teenager E-Zigaretten – das „Dampfen“ wird als gesündere Alternative zum Rauchen gehandelt. Doch die australischen Wissenschaftler der Universität von Adelaide sowie des Adelaide Hospital verlangen nun, dass Regierungen strengere Regelungen erlassen. Sie konnten nachweisen, dass die Dämpfe von E-Zigaretten-Liquids mit Geschmacksstoffen schädlich sind.

Studienautorin Dr. Miranda Ween dazu:

„Es gibt keine Vorschriften für die Herstellung von E-Liquids. Es gibt auch keine Anforderungen an die Auflistung der Inhaltsstoffe und deren Mengen. Daher werden keine zwei ‚Apfel‘-, ‚Schokolade‘- oder ‚Zuckerwatte‘-E-Liquids mit den gleichen Aromazutaten oder sogar Konzentrationen hergestellt. Das sind Aspekte, von denen wir wissen, dass sie beeinflussen können, wie unsicher ein bestimmtes E-Liquid ist.“

Ihre auf acht Jahren Untersuchungen basierenden Studienergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler im medizinischen Fachblatt für Atemwegserkrankungen „Respirology“. Demnach untermauern ihre Forschungen, dass „E-Zigaretten nachweislich Toxizität, erhöhten oxidativen Stress, reduzierte Proliferation sowie Verlust der Lungenbarrierefunktion von Endothelzellen erzeugen und mit einer asthmaähnlichen Reaktion verbunden waren“.

Das Fazit der Studie lautet: „Diese Daten zeigen ferner, dass E-Zigaretten nicht als unbedenklich für Nichtraucher angesehen werden sollten und ihre Auswirkungen weit über die Zytotoxizität für Zellen hinausgehen können.“

In den USA prüft die Trump-Administration seit Bekanntwerden der Erkrankungen momentan landesweite Schritte gegen E-Zigaretten.

Quelle: unilad.co.uk