Öhm… okay… also, es ist ja nicht so, als wäre man als MANN.TV-Redakteur nicht so einiges schräges Zeugs gewohnt, aber diese Nummer hier … setzt echt mal eine ganz eigene Duftmarke. Ihr werdet unsere Irritation sicherlich nachvollziehen können, wenn wir euch nun offenbaren, dass einer Studie zufolge das Riechen an Fürzen gesund sein könnte. Kein Scheiß! Zugegebenermaßen eine in diesem Zusammenhang etwas unglückliche Wortwahl, aber ihr wisst schon, was wir meinen.

Laut den Wissenschaftlern der Universität von Exeter im Südwesten Großbritanniens ist der in Fürzen enthaltene Schwefelwasserstoff ein echter Heilsbringer. Der Schlingel sorgt nämlich nicht nur dafür, dass es nach einem gepflegten Arschhusten stinkt wie Bolle, sondern soll auch vor tödlichen Krankheiten schützen.

Studienleiter Professor Matt Whiteman erklärt: „Wenn Zellen durch Krankheit gestresst werden, nehmen sie Enzyme auf, um winzige Mengen von Schwefelwasserstoff zu produzieren.“ Die dabei erzeugte geringe Menge an Gas sorgt dafür, dass das Mitochondrium – nennen wir es zum besseren Verständnis „das Kraftwerk der Zelle“ – in den Turbogang schaltet. Mit Schwefelwasserstoff gut versorgt, kann die Zelle sich leichter teilen und wird nahezu „unsterblich“. Kommt die Versorgung jedoch zum Erliegen, „sterben Zellen und die Fähigkeit der Mitochondrien, das Überleben der Zelle zu gewährleisten“.

Auf Basis dieser Erkenntnisse entwickeln die Forscher nun eine chemische Verbindung mit der Bezeichnung AP39, um diesen Prozess künstlich anzuregen.

Unsere Ergebnisse zeigen, dass sich gestresste Zellen, die mit AP39 behandelt wurden, wieder regenerierten und der Grund liegt im Schwefelwasserstoff.

Und wie kommen nun die Fürze ins Spiel?

Zitieren wir am besten den Biologen Dr. Mark Wood, der auch zum Forschungsteam gehört:

Obwohl Schwefelwasserstoff bekanntlich als stechendes, übelriechendes Gas in faulen Eiern und Blähungen bekannt ist, wird es natürlich im Körper produziert und könnte in Zukunft für die Behandlung von zahlreichen Krankheiten von Bedeutung sein.

In der Folge verbreiteten die britischen Medien rasch die Nachricht, dass Fürze in der Lage seien, Krankheiten zu heilen. Das ist so natürlich wissenschaftlich nicht bewiesen. Alles was wir wissen, ist, dass die im Pups enthaltenen Gase die Zellteilung unterstützten, was Krankheiten vorbeugt, so besagte Gase denn in der Zelle produziert werden.

Allerdings klingt „An den Fürzen eures Partners zu riechen hat gesundheitliche Vorteile“ natürlich sehr viel besser als irgendein Geschwafel von Mitochondrien und Schwefelwasserstoff, weshalb auch wir den Tenor dieser Meldung aufnehmen werden. Asche auf unser Haupt, aber bevor ihr uns nun deshalb verachtet und „Lügenpresse“ brüllt, seht es doch einfach mal als Strafe für all diejenigen, die sich nur mit Überschriften begnügen.

Immerhin habt ihr euch die Mühe gemacht, bis hierhin zu lesen, und seid dadurch nun schlauer als die Menschen, die sich bereits nach einer oberflächlichen Betrachtung ein Urteil zu bilden pflegen und deshalb in Zukunft willentlich die Fürze ihrer Mitmenschen inhalieren werden. Das hat doch fast schon etwas Poetisches, findet ihr nicht?!

Quelle: tag24.de