Ein Gedankenspiel: Stellt euch vor, ihr würdet Drogen kaufen – und merken, dass der Dealer euch über den Tisch zieht. Was wäre euer erster Impuls? Wir wissen, was er nicht wäre: Die Polizei hinzuzuziehen. Doch genau das ist in diesem absurden Fall zweier Kiffer aus Bayern geschehen. Die verständigten nach einem Deal kurzerhand die Staatsgewalt, weil sie das Gefühl hatte, ihr Dealer würde sie betrügen …

Sie hatten kurz vor ihrem Hilfeersuchen an die Gesetzeshüter Marihuana im Gegenwert von 100 Euro geordert. Erst nachdem der Deal über die Bühne gegangen war, stellte das Duo fest, zu wenig Drogen für sein Geld erhalten zu haben. Also machten sich die beiden Konsumenten zur Wohnung des Händlers ihres Vertrauens auf, um diesen zu konfrontieren – doch der weigerte sich standhaft, zu öffnen. Dies erboste das THC-Duett dermaßen, dass es die Polizei verständigte. Die traf am Ort des Geschehens ein, ließ sich die Situation erklären und stellte die Personalien fest.

Ebenso offenbarte sich, dass einer der beiden in bekifftem Zustand mit dem Auto zur Wohnung des Dealers gefahren sein musste. Die Folge: ein Drogenschnelltest, der positiv ausfiel und eine zusätzliche Blutuntersuchung zur Feststellung der Fahrtüchtigkeit nach sich zog. Sollte diese ebenfalls positiv ausfallen, darf sich der Herr auf ein Bußgeld sowie ein Fahrverbot gefasst machen. Polizeisprecher Walter Hoffmann nimmt an, dass die beiden Männer derart verärgert gewesen seien, dass sie das Einschalten der Beamten für den besten Umgang mit der Situation ansahen – sie sich vermutlich jedoch nicht ganz im Klaren über die möglichen Folgen ihres Hilferufs gewesen seien …

Quelle: tag24.de