Es gibt Nachrichten, bei denen muss man zweimal „hinlesen“, um sicherzugehen, dass man keinen im Tee hat. So wie diese hier, die wir der Hamburger Morgenpost entnommen und eures Interesses für würdig befunden haben: Oder wann habt ihr das letzte Mal von Menschen gelesen, die satte 5,24 Promille im Blut haben – und noch leben? Oder von Leuten, die ein Klo in die Luft gesprengt haben? Viel wichtiger noch: Wann war es ein und dieselbe Person?

Eben. Dachten wir uns auch. Doch genau dieses Zusammenspiel unwahrscheinlicher Kräfte wurde im bayerischen Amberg einer Toilette zum Verhängnis. Ein 26-jähriger Discogänger war dort für den Tod des Porzellanthrons verantwortlich. In der Nacht auf von Samstag auf Sonntag hatte der Mann einen Böller im Lokus des örtlichen Tanztempels versenkt.

Täter müsste eigentlich tot sein

Die Schüssel detonierte, verletzt wurde aber niemand – der Sachschaden beträgt etwa 500 Euro. Die hinzugerufene Polizei klärte den Sachverhalt vor Ort und bat den volltrunkenen Täter umgehend zum Alkoholtest. Selbst die erfahrensten Polizeibeamten dürften im Laufe ihrer Karriere nur selten einen solchen Stand auf ihrem Messgerät verzeichnet haben. Zumindest bei einem Lebenden: Der Mann hatte 5,24 Promille (!) im Blut.

Beeindruckend, dass der Kerl überhaupt noch in der Lage war, die Toilette zu treffen, geschweige denn, eine Zündschnur zu entflammen. Denn bereits bei 3,5 Promille schwebt ein Trinker eigentlich in Lebensgefahr und hat andere Sorgen, als auf solch dumme Ideen zu kommen. Da hätte weit mehr gesprengt werden können, als nur eine Kloschüssel. Die Hände, beispielsweise. Mal abgesehen davon, dass der Typ bei den Alk-Werten eigentlich entflammbar gewesen sein müsste …  

Quelle: mopo.de