Es liegt wohl in der Natur der Sache, dass es immer verwöhnte Menschen geben wird, die sich für etwas Besseres halten und Dinge einfach nur erwarten, weil diese Leute der irrigen Annahme unterliegen, manches würde ihnen schlicht zustehen. Doch die Bloggerin aus dem nun folgenden Vorfall, der sich in Dublin ereignete, schießt den sprichwörtlichen Vogel nicht einfach bloß ab, sondern deckte ihn eher mit Flak-Feuer ein – zumal sie auf einen ebenso uneinsichtigen Mann traf…

Elle Darby nennt sich die Person, die im Dubliner „White Moose Café“ einkehren wollte. Selbstverständlich für umsonst, schließlich ist sie Lifestyle-Bloggerin. Doch der Inhaber des Luxushotels hielt davon sogar nichts – und seine Reaktion auf Elle Darbys Erwartungshaltung in einer von ihr geschickten E-Mail geht nicht grundlos seit Tagen viral. Denn wie es bei Leuten ihres Schlages Usus ist, bot die junge Dame an, im Gegenzug für eine kostenlose Übernachtung positiv über das „White Moose Café“ zu berichten, und hängte ihre Social-Media-Statistiken und Follower-Zahlen an den nun folgenden Inhalt ihrer Mail an:

„Mein Partner und ich planen für ein frühes Valentins-Wochenende, nach Dublin zu kommen. Dabei ist mir Ihr atemberaubendes Hotel aufgefallen, dass ich gerne in meinen YouTube-Videos/Instagram-Stories/Postings vorstellen würde, um Ihrem Hotel Zulauf zu verschaffen, und es zum Dank für meine Gratis-Unterbringung anderen empfehlen möchte.“ Doch Paul Stenson, der Inhaber, dachte gar nicht daran, die E-Mail einfach nur zu beantworten – sondern ließ Elle in einem öffentlichen Schreiben eiskalt abblitzen. Und zwar mit Nachdruck:

„Eine Menge Mumm…“

„Danke für Ihre E-Mail, in der Sie um Gratis-Unterbringung im Austausch für Berichterstattung ersuchen. Man braucht schon eine Menge Mumm, um eine solche E-Mail zu schicken, wenn auch nicht viel Selbstachtung und Würde. […] Wer bezahlt die Mitarbeiter, die sich um Sie kümmern werden? Vielleicht sollte ich meinen Angestellten erzählen, dass diese in Ihrem Video gezeigt werden, statt für ihre Arbeit Lohn zu bekommen, solange Sie bei uns gastieren?“

Im Internet gehen die Meinungen auseinander, ob die junge Frau wirklich nur verwöhnt ist, schließlich erhielte das Hotel in der Tat preisgünstige Werbung, so argumentieren manche Nutzer. Andere sehen in der Bloggerin eine schamlose Schmarotzerin. Doch damit hatte der ganze Vorfall keineswegs ein Ende, denn Elle Darby reagierte mit einem YotuTube-Video auf die Situation, in dem sie erklärt, wie ungerecht sie sich behandelt fühle. Es trägt den Titel „Ich wurde bloßgestellt!“, ihr findet es weiter unten. Paul Stenson juckte all das indes nicht, er erteilte sämtlichen Bloggern Hausverbot im „White Moose Café“ und legte sogar nach:

So postete er auf Twitter eine Rechnung über 5.000.000 Euro. Der Grund: Elles Schlammschlacht mit seinem Hotel habe ihr „Berichte in über 114 Artikeln in 20 Ländern eingebracht und damit eine potentielle Reichweite von 450 Millionen Usern“.  Inklusive einer Mehrwertsteuer von 23 Prozent, die in der Abrechnung aufgeschlagen wurde, berechnet Paul Elle in dem nicht ganz ernst gemeinten Posting 5.289.000 Euro. Autsch. Da sollten zwei Mal zur (Paar-)Therapie, die haben sich gesucht und gefunden...

Quelle: ladbible.com