Als Regierungschef ist man ja so eine Art Schäfer, der die Pflicht hat, auf seine Schutzbefohlenen aufzupassen. Und ähnlich wie Eltern in der Erziehung ihrer Kinder zuweilen tief in die psychologische Trickkiste greifen müssen, um etwas zu erreichen, kann man Derartiges auch auf sein Völkchen anwenden.

Um dieses in einer von der Natur arg gebeutelten Gegend zu einer besseren Katastrophenvorsorge zu bewegen, hatte der Gouverneur von Kansas, Sam Brownback, eine ziemlich coole Idee: Er erklärte den Oktober kurzerhand zum Monat der Vorsorge gegen die Zombieapokalypse. Frei nach dem Motto: Wer gegen Zombies gewappnet ist, der widersteht auch Tornados, Stromausfällen und derben Kälteeinbrüchen.

Bist du bereit für das Unerwartete?
Ein offizielles Plakat mit grausigem Motiv proklamiert „Bist du bereit für das Unerwartete?“ und fordert die Bürger auf: „Stell ein Set zusammen – mach einen Plan – sei vorbereitet!“ Während man auf Facebook Ideen aus dem Volke zur Zombieabwehr sammelt. Auch eine Broschüre mit nützlichen Tipps steht zum Download bereit. Wer so gar nichts damit anfangen kann, darf sich am 25. Oktober in der Hauptstadt Topeka zudem inspirieren lassen, wenn anlässlich des 'Zombie Preparedness Day' fünf Ausgewählte ihre Ausrüstung vorstellen dürfen.

Den Gedanken dahinter bringt Russ Paulsen vom Amerikanischen Roten Kreuz ganz gut auf den Punkt: „Zombies regen die Fantasie der Menschen auf eine Art an, wie es reale Katastrophen nicht tun können. Wenn das Nachdenken über Zombies […] die Leute dazu ermutigt, vernünftige Schritte zur Katastrophenbereitschaft zu unternehmen, dann verdienen sie alle Macht.“

Wir sind der gleichen Meinung und so sehr angetan von dieser Idee, dass wir hiermit offiziell den 'Arschcool'-Pokal an Kansas überreichen. Verdient ist verdient! Außerdem wissen wir jetzt, wo wir hinmüssen, wenn es endlich so weit ist.

Quelle: 20min