Egal, für wie aufgeklärt man sich hält: Wenn es um die Ernährung geht, heißt es für viele bloß: Augen zu und durch! Klar weiß man, dass in der günstigen Stange Salami jetzt nicht unbedingt nur das Beste vom Tier steckt. Doch solange es klein genug gehäckselt wurde und schmeckt, ist das völlig wurst! Wenn also so viele Konsumenten ohnehin Bescheid wissen, warum nicht einfach ehrlich sein?

Ein Schweizer Fleischfabrikant geht, was das betrifft, mit gutem Beispiel voran! Denn dieser kommuniziert ganz offen seinen Plan, einen Protein-Shake auf den Markt zu bringen, der aus Abfällen besteht! Aus Fleischabfällen!

Sehnen, Knorpel, Haut … alles rein in die Suppe. Laut dem Chef des Fleischverarbeiters Centravo sollen zukünftig alle Abfälle, die nicht für Bratfett oder sonstige Erzeugnisse verwertet werden, für die Lebensmittelzusätze genutzt werden. Und warum auch nicht? Nur weil wir Menschen es uns vermeintlich leisten können, bloß die Filetstücke eines Tieres zu vertilgen, heißt das ja nicht, dass in den Resten nicht auch Gutes steckt.

Zudem ist der Gedanke durchaus logisch und nachvollziehbar. Unternehmenssprecher Georg O. Herriger betont: „Wird schon ein Tier geschlachtet, ist es sinnvoll, so viel wie möglich für uns Menschen zu verwenden“ und geht fest davon aus, dass die Akzeptanz bei den Konsumenten steigt. Nicht zuletzt, da man die Fleischbestände in den Shakes angeblich nicht wird herausschmecken können.

Wie gesagt, die Idee ist im Prinzip nichts Neues, nur die Offenheit des Unternehmens. Wenn man bedenkt wie viel Müll wir uns ohnehin schon willentlich reinpfeifen, sollte man vielleicht nicht nach Akzeptanz fragen, sondern eher nach der Schmerzgrenze! Wir finden die Nummer jedenfalls sinnvoll! Denn was für Raubtiere gut genug ist, kann für einen Kerl ja nicht schlecht sein!