Wusstet ihr, dass es als Körperverletzung gilt, wenn man einer Person gegen ihren Willen die Haare abschneidet? Richtig so! Denn auch eine solche Tat stellt einen Eingriff in die körperliche Unversehrtheit einer Person dar. Per dieser Definition müsste ein ungewolltes Tattoo erst recht als Körperverletzung geahndet werden. Und das wird es natürlich auch! Denn solche Fälle gibt es tatsächlich! Beispiel gefällig?

Im niederösterreichischem St. Pölten musste sich kürzlich ein 21-Jähriger wegen fünf Körperverletzungen, Diebstählen, einem Einbruch, Sachbeschädigung und Urkundenunterdrückung vor Gericht verantworten. Eine der in der Anklageschrift benannten Körperverletzungen bezieht sich auf den Tatbestand, dass der Mann einer gleichaltrigen St. Pöltenerin das Wort „FUCK“ und einen Penis auf den Rücken tätowierte.

Nachdem der Angeklagte auf seiner damaligen Lebensgefährtin seinen Namen verewigt hatte, hatte sich die ebenfalls 21-Jährige ein Yin-und-Yang-Zeichen gewünscht. Das zeichnete der St. Pöltner auch sorgfältig auf ihrem Rücken vor und zeigte ihr ein Foto zur Bestätigung. An die Vorlage hielt er sich dann jedoch nicht.

Letzten Endes wurde der Mann zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt und soll wegen einer attestierten schweren Persönlichkeitsstörung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen werden. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig.