Willst du Menschen zu etwas bewegen, dann locke sie mit Geld! Eine Tatsache, auf der sehr viele Gesetze basieren. Fahrt ihr zum Beispiel zu schnell mit dem Auto, müsst ihr blechen. Wäre dem nicht so, würde auf unseren Straßen sicherlich das reinste Chaos herrschen. Insofern kann man Bußgelder durchaus als ein probates Mittel sehen, die gesellschaftliche Ordnung aufrechtzuerhalten. Das mag womöglich eine arg misanthropische Sicht auf die Welt darstellen, lässt sich aber leider nicht von der Hand weisen. Doch Geld fungiert natürlich nicht nur als Motivator, wenn es zwecks einer Strafe weniger wird. Auch als Belohnung ist es ganz gut geeignet. Fragt euch doch mal selber, zu welchen Höchstleistungen ihr plötzlich fähig wärt, wenn euch jemand fünf Millionen Dollar in Aussicht stellt.

Genau das hat jüngst der schwedische Milliardär László Szombatfalvy getan und bietet eben jene Summe demjenigen, dem es gelingt, eine von ihm gestellte Aufgabe zu lösen. Dabei handelt es sich freilich nicht um eines dieser simplen Matherätsel, welche im Netz kursieren und dafür sorgen, dass sich jeder Döspaddel für ein Genie hält. Nein, der Gründer der Global Challenges Foundation ist auf der Suche nach jemandem, der die zündende Idee für ein Regierungssystem hat, das besser ist als all die heute gängigen. Eines für die ganze Welt.

Ein moralisches Angebot

In seinem Aufruf erklärt der Milliardär: „Unser aktuelles internationales System — inklusive der Vereinigten Staaten — hat sich in einer anderen Ära entwickelt, nämlich nach dem Zweiten Weltkrieg. Das System reicht aber nicht mehr aus, um den Risiken des 21. Jahrhunderts zu begegnen, die Auswirkungen auf die Menschen auf der ganzen Welt haben können. Wir müssen dringend neue, frische Ideen finden, um der Tragweite und dem Ernst heutiger globaler Herausforderungen zu begegnen, mit denen das aktuelle System nicht umgehen kann.“

Für Szombatfalvy gilt es, ein Modell zu finden, welches globale Herausforderungen wie Bevölkerungswachstum, Klimawandel und Armut gleichermaßen zu bewältigen vermag. Zweifelsohne die größten Probleme unserer heutigen Zeit. Immerhin sind rund 800 Millionen Menschen so arm, dass sie beständig Hunger leiden. Das bedeutet, dass einer von neun Menschen auf der Welt hungrig ins Bett geht, während pro Jahr drei Millionen Kinder an Unterernährung sterben. Insofern sei der Preis dem Entdecker einer Lösung für das wohl wichtigste Rätsel der Welt mehr als nur gegönnt.

Quelle: huffingtonpost.de