Jeder von uns kennt die Regel vom Schulhof: „Viele gegen einen ist feige!“ Naja, fast jeder: In Düsseldorf haben zumindest sechs Gestalten nichts von dieser Regel gehört – sie belästigten eine 23-jährige Frau, die sich auf dem Weg zum Hauptbahnhof befand. Nach verbalen Aufdringlichkeiten betatschten die „Männer“ ihr Opfer schließlich auch körperlich. Doch Glück im Unglück: Die Gruppe hatte die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Der „Wirt“ war in diesem Fall der Freund des Opfers.

Der 24-Jährige bewies angesichts des übergriffigen Pöbels nämlich ein Rückgrat aus Titanstahl und knöpfte sich die Bagage vor. Er stellte sich seinen sechs (!) Gegnern in den Weg und beschützte seine Freundin mit den Fäusten. Drei der Sexualstraftäter (18,21 und 24) bekamen von ihm einen gesalzenen Kauleistenmambo verpasst – und zwar in einem Maß, dass der Freund der Belästigten sie sogar bis zum Eintreffen der Polizei mattsetzen konnte. Einer der Täter benötigte später ärztliche Versorgung.

Die drei anderen Sittenstrolche ergriffen angesichts der schlagkräftigen Courage das Hasenpanier. Ein Polizeibeamter in Ausbildung hatte die Situation kurz zuvor mitbekommen und umgehend seine Kollegen von der Bundespolizei als Verstärkung herbeigerufen. Auch dieser junge Polizist sah sich seitens der aggressiven Täter mit Beleidigungen und Drohungen konfrontiert. Die Gruppe wurde wegen gemeinschaftlich begangener gefährlicher Körperverletzung angezeigt und muss sich vor Gericht verantworten.

Quelle: derwesten.de