Wenn man davon spricht, dass es jemand ja bestimmt nur gut gemeint habe, steckt da mit ziemlicher Sicherheit eine Geschichte hinter, in der irgendetwas ordentlich schief gegangen ist. Für die Betroffenen stellt der gute Wille in solchen Fällen freilich nur einen äußerst geringen Trost dar. Erst recht wenn diese vermeintlich wohlwollende Tat einen direkt ins Krankenhaus bringt. So geschehen kürzlich in einer Kleinstadt in Mecklenburg-Vorpommern …

An einem Samstagabend löste ein selbstgebackener Kuchen in Ribnitz-Damgarten gleich mehrere Rettungseinsätze hintereinander aus. Denn nach und nach fielen sechs Männer und Frauen einer Partygesellschaft heftigen Übelkeits-Attacken bis zum Erbrechen zum Opfer. Bei Vieren war es so schlimm, dass sie zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden mussten. Wie sich herausstellte, hatten alle zuvor von dem gleichen Schokoladenkuchen gegessen, den ihnen ein 42-jähriger Bekannter angeboten hatte.

Der Mann wurde augenblicklich von der Polizei zur Rede gestellt und gab zu, einige Tropfen Cannabis-Öl in den Kuchenteig gemischt zu haben. Da er sich just in diesem Moment vor den Polizeibeamten ebenfalls übergeben musste, wird ihm vermutlich klargeworden sein, dass er sich bei der Dosierung wohl etwas verschätzt hatte.

Unklar ist bis zu diesem Zeitpunkt, ob die Gesellschaft vor dem Verzehr des Kuchens über dessen besondere Zutat in Kenntnis gesetzt worden war. Auf jeden Fall wird gegen den Kuchenbäcker nun wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt.

Quelle: stern.de