„Keine gute Tat bleibt ungestraft“, heißt es. Wir können dem vielzitierten Volksmund da nicht widersprechen: Der folgende Sachverhalt, der sich im thüringischen Suhl zugetragen hat, bestätigt diese geflügelten Worte. Denn dort sah sich ein 20-Jähriger gezwungen, seinen ertrinkenden Hund aus einem Teich zu retten – und erhielt eine „Ordnungswidrigkeitenanzeige“ für gleich zwei Vergehen …

An einem Freitagabend musste der junge Mann seinen Rettungseinsatz starten. Die Polizei gab bekannt, dass der Mann seinen Hund nicht angeleint hatte und dieser die Chance nutzte, um in dem Teich ein belebendes Bad zu nehmen. Dabei geriet das Tier zwischen Teichrosen und verfing sich in dem Gewirr aus Wasserpflanzen. Kurzerhand zog sich sein Herrchen bis auf die Unterhose aus und eilte zur Tat, um dem Vierbeiner das Leben zu retten.

Während der Befreiungsaktion erschien die Polizei am Ort des Geschehens. Wieder an Land wurde dem Retter laut Polizeiangaben „eine Ordnungswidrigkeitenanzeige gefertigt und an die Stadt Suhl abgegeben“. Der 20-Jährige darf sich dafür verantworten, den Leinenzwang für seinen Hund gebrochen sowie in einem Teich mit Badeverbot „gebadet“ zu haben. „Beides ist verboten“, fasste ein Sprecher der Suhler Polizei gegenüber der „Thüringer Allgemeinen“ den Sachverhalt zusammen.

Ungeklärt bleibt indes, wer die Ordnungshüter verständigt hat – es ist nicht bekannt, ob Zeugen die Beamten gerufen oder der 20-Jährige sie benachrichtigt hat.

Quelle: thueringer-allgemeine.de