Es gibt Geschichten, die nur das Leben so schreiben kann. Die Frage ist, ob man jede davon lesen möchte. Insbesondere diese hier und insbesondere als Mann – denn schon beim Lesen geht diese wahre Story vor dem geistigen Auge dahin, wo es uns wehtut. Selbst, wenn sie ein glimpfliches Ende nahm, so ist es doch die Art von Erzählung, die sich komplett im Kopf abspielen kann. Es ist eine Geschichte über Duschhocker, die die Kollegen von mimikama.at aufgetan haben.

Duschhocker, ihr wisst schon, diese Hocker oder Stühle, die man sich nach einer OP oder weil man im Alter nicht stehend duschen kann, in die Nasszelle stellt. Ein Norweger namens Claus Jorstad kaufte sich bei Ikea einen Schemel, den er nach seiner Knie-OP als Duschstuhl zweckentfremdete. Genauer: Er erwarb das Modell „Marius“. Wenn ihr Fantasie habt, ahnt ihr schon, wo die Reise hingeht, wenn ihr euch die Löcher in der Sitzfläche anschaut. Um also sein Knie zu schonen, pflanzte sich Claus zum Duschen auf den Neuerwerb – und es geschah, was ihr schon ahnt: Eines der gefräßigen Löcher nahm sich seiner empfindlichsten Partien an. Sein Hodensack rutschte hindurch.

Claus bleibt cool

Da Claus heiß duschte, passierte, was bei Hitze passiert: Claus‘ Hoden dehnten sich aus und blieben stecken wie ein Korken im Flaschenhals. Jeder andere, der Verfasser dieser Zeilen inbegriffen, wäre ausgerastet – doch nicht ein kerniger Norweger wie Claus Jorstad. Er blieb im wahrsten Wortsinne cool und tunkte sein Gehänge samt Stuhl in kaltes Wasser. Das Ergebnis: Er ließ damit die Luft aus den Familienjuwelen, das Arbeitsgerät schwoll ab und er konnte sich so von seinem Hodengefängnis befreien. Da wir 2016 schreiben, musste er ein solches Erlebnis, das früher jeder vor Scham verschwiegen hätte, umgehend der Welt per Facebook mitteilen. Das las man bei Ikea und deren Social-Media-Managerin Lisa-Mari reagierte prompt und empfahl:

Hallo, Claus. Wir empfehlen dir, den Stuhl aus der Dusche zu nehmen oder, dass du dich nur mit der richtigen Uniform im richtigen Rahmen auf den Stuhl setzt. Wenn du ihn in der Du-sche lassen willst, stell am besten sicher, dass Du auf deiner nächsten Seeexkursion korrekt angezogen bist.“ Lisa-Mari empfahl Claus unter anderem einen Südwester-Seemantel für seinen nächsten Duschausflug und erwähnte, dass „Marius“ passend dazu sowohl in schwarz und weiß als auch in rot erhältlich sei.

Die Moral von der Geschichte: Männer, lasst die Finger von Stühlen mit Löchern. Und wenn eure Frau das nächste Mal zu Ikea will: Hier ist ein Grund mehr, nicht mitzugehen.

I Foto: Facebook / Claus Jorstad

Quelle: mimikama.at