Wer sein Bier zum Kühlen ins Wasser legt, sollte auf die Strömung aufpassen. Ansonsten ist es plötzlich weg und wird erst 120 Jahre später von einem Taucher gefunden. So geschehen in Kanada, wo am Meeresboden der Bucht von Halifax ein um 1880 gebrautes Bier geborgen wurde.

Na gut, ob es da nun lag, weil man es dereinst zum Kühlen versenkte, ist natürlich nicht nachzuvollziehen, wohl aber, ob das Getränk ungiftig ist. Und tatsächlich attestierte der Forscher Andrew MacIntosh von der Universität Dalhousie der altertümlichen Gerstenkaltschale Trinkbarkeit. Sogar Alkohol sei noch vorhanden. Allerdings schmecke es wohl nicht mehr so besonders.

„Da war ein Geruch nach Verbranntem und von den Ausdünstungen von Holzfässern. Am Gaumen blieb ein Minzgeschmack, der vom Stickstoff kommen muss, aber auch ein salziger und ein wenig bitterer Geschmack.“

Nach den Untersuchungen der Struktur der Flasche und vor allem der Inschrift auf dem Verschluss datierte man das Bier auf 1872 bis 1890 und ordnete es der Brauerei Alexander Keith zu. Nun soll der Fund nach Schottland in ein Speziallabor reisen, wo weitere Tests interessante Fakten über die Geschichte des kanadischen Bieres ans Tageslicht bringen sollen.

Quelle: Welt