Es mag ja sein, dass diese Pfandrückgabe-Automaten irgendwie ganz praktisch sind. Aber spätestens, wenn sich davor eine Schlange bildet, weil a) der Automat mal wieder verstopft ist oder b) irgendwelche Leute der Meinung sind, dass es klug ist, erst jahrelang zu sammeln und dann mit diversen Müllsäcken den Verkehr zu behindern, was dann wiederum zu a) führt … Spätestens dann offenbart sich die Schwäche des Systems. So, und jetzt stellt euch mal vor, ihr habt es eilig, und vor euch steht einer mit Pfand im Wert von 800 Euro.

Genau das ist einem Tweet zufolge kürzlich in einem Supermarkt geschehen. In jenem berichtet der Nutzer von einem Kunden, der geschlagene zwei Stunden den Leergutautomaten blockierte und daraufhin palettenweise Energydrinks nachkaufte. Irgendwie gelang es dem Twitter-User zudem, den Kassenbon des Leergut-Monsters zu ergattern, den er dann auch prompt ins Netz stellte.  

„Hier hat heute jemand Red Bull für 536 Euro gekauft und mit über 800 Euro Leergut bezahlt. #läuftbeiihm pic.twitter.com/Yq3lIWR3BT— NichtMarkForster (@Redhead_Hunter) 29. Juli 2016“


Red Bull für 536 Euro … das wären dann mal locker 112 Sechserpacks. Wenn man dann noch das Pfand dafür dazu rechnet … hat der Knabe an der Kasse immer noch 106,77 Euro zurückbekommen! Und das von einem Kassierer, der ohnehin schon genervt gewesen sein muss. Nicht bloß wegen der 112 zu scannenden Red-Bull-Sechserpacks, sondern auch aufgrund der Tatsache, dass der Leergutautomat eine Bon-Wertgrenze von 15 Euro hat. Soll heißen, dass der Kunde mit mehr als 50 einzelnen Bons an die Kasse gekommen ist, die alle einzeln eingelesen werden mussten.

Wir gehen mit ziemlicher Sicherheit davon aus, dass es sich dabei um einen Einkauf für eine Bar oder Derartiges gehandelt haben muss. Derartige Mengen werden zwar normalerweise im Großhandel gestemmt, aber wenn jemand den Einkauf vergessen hat, und das Wochenende vor der Tür steht, muss nun mal ein Depp gefunden werden, der den Einzelhandel verstopft.

Quelle: stern.de