Einem Mann sein Bier wegzunehmen ist, als wolle man einem bissigen Hund den Knochen stehlen. Und wie ein aktueller Fall zeigt, ist dies durchaus wörtlich zu verstehen. Denn auf der Fahrt von Hamburg nach Bremen eskalierte in einem Metronom-Zug kürzlich ein Streit zwischen einem Fahrgast und einem Sicherheitsmitarbeiter der Bahn. Das Corpus Delicti: ein kühles Blondes!

Wie viele ja sicherlich wissen, herrscht in den Zügen des Metronoms ein striktes Alkoholverbot. Und ja, das schließt ein gepflegtes Pils tatsächlich mit ein. Ob der 61-jährige Bremer davon nun keine Kenntnis besaß, oder ob es ihm schlicht scheißegal war, ist nicht überliefert. Die Tatsache, dass er sich jedoch vehement weigerte, sein Hopfen-Smoothie zu entsorgen, nachdem ihn besagter Sicherheitsmann auf das Verbot hingewiesen hatte, spricht allerdings für Letzteres. Dem Metronom-Angestellten war das Ganze indes natürlich nicht egal, weshalb er sich entschloss, den noch vollen Becher ganz einfach selber dem Müll zuzuführen.

Zwar machte der 58-Jährige damit bloß seinen Job, doch in der Folge schlug ihm der renitente Reisende vor Wut ins Gesicht und biss dem Mann in den Unterarm. Hier schließt sich zwar der Kreis zur Einleitung, doch die Nummer war damit natürlich noch nicht … Achtung … 'gegessen'! Denn so ein Sicherheitsfachmann weiß sich natürlich zu wehren, zückte den Schlagstock und bearbeitete damit das Schienbein seines Opponenten. Am Bremer Hauptbahnhof angekommen, wurde der Bierliebhaber schließlich von der Bundespolizei abgeführt, verweigerte jedoch stur Aussage und Atemalkoholtest. Letztlich mussten die Beamten den Knaben aus der Wache entlassen. Die Ermittlungen laufen aber natürlich.

Quelle: abendblatt.de