Über die Wohnungssituation und die schier endlose Mietpreisspirale in Deutschland wird ja viel debattiert. Allerdings sind wir da nicht die Einzigen. In Paris scheint der Wohnraum derart begehrt zu sein, dass man lernen muss, bescheiden zu sein. Anders ist es nicht zu erklären, dass ein Mann es 15 Jahre auf gerade mal 1,56 Quadratmetern aushielt.

Dabei ist es gegen das Gesetz, eine solche 'Besenkammer' als Wohnung zu vermieten. Selbst wenn 330 Euro Miete für Pariser Verhältnisse mehr als gering sind, sollten dann doch schon mehr als eine Matratze, eine Kochplatte und ein Wasserhahn hineinpassen. Einem Dekret aus dem Jahr 2002 zufolge muss eine Wohnung mindestens neun Quadratmeter bei einer Höhe von 2,20 Metern bieten.

Und so klagte der Mann – und bekam Recht. 10.000 Euro Schadenersatz und 1000 Euro sogenannten Nichtvermögensschaden, eine Art Schmerzensgeld, wenn Ehre oder Freiheit verletzt werden. Während die Eigentümerin einen Fehler einräumte, ist sich die Immobilienagentur keiner Schuld bewusst. Dort habe man angeblich nichts von der sogenannten Wohnfläche gewusst.

Angespornt von seinem ersten Erfolg klagt der Pariser nun abermals und verlangt die Rückzahlung von fünf Jahresmieten und weitere 5000 Euro Schadensersatz.

Quelle: Spiegel