Es heißt, die Kritiker der Cannabis-Legalisierung würden nicht erkennen, dass sich daraus ganz neue Geschäftszweige ergeben würden. Im Falle dieser Pfadfinderin aus Kalifornien kann jedenfalls keine Rede davon sein, denn die scheffelte bereits in jungem Alter ein Vermögen für wohltätige Zwecke – mit einem Geschäftssinn, der seinesgleichen sucht: Sie hat sich vor einer kalifornischen Marihuana-Ausgabe positioniert, um dort ihre Pfadfinderinnenkekse zu verkaufen. Mit umwerfenden Erfolg.

300 Kartons in nur sechs Stunden brachte sie an den Kiffer, sammelte so 1500 US-Dollar – ein in Kartonmengen umgerechneter Stundenlohn von 250 Dollar. Die Marihuana-Ausgabe, um die es geht, „Urbn Leaf“ in San Diego, unterstützte die geschäftstüchtige junge Dame mit einem Instagram-Post, so dass das Internet auf die Situation aufmerksam wurde. Unzählige suchten nicht nur die Grasausgabe auf, sondern nahmen dem Mädel gleich auch noch etliche Kekse ab, um ihren Fressflash nach dem Joint zu stillen. Klar, dass so etwas auch Neider und Kritiker finden würde, obwohl Gras in Kalifornien legalisiert ist.

Die Pfadfinderorganisation, der das Mädchen angehört, die „Girl Scouts of San Diego“ monierte, dass der Ort einer Marihuana-Ausgabe keine „zugelassene Stelle für Budenverkäufe“ sei – doch klug und geschäftstüchtig wie das Mädchen ist, hatte sie sich die ganze Zeit am Standort bewegt, so dass dieser Passus in der Satzung ihrer Gemeinschaft nicht greift. Sie hatte somit gegen keine Regel verstoßen und die „Girl Scouts“ waren machtlos. Zudem wurde sie stets von einem Elternteil begleitet. Dennoch waren die „Girl Scouts of San Diego“ alles andere als „amused“, dass ihre Kekse vor einer Hasch-Apotheke an Kiffer ausgegeben wurden.

Alison Buchan, Sprecherin der Pfadfinderinnenorganisation, gab gegenüber der „San DiegoTribune“ an, der Verkauf an einem solchen Ort, selbst in Begleitung eines Elternteils, sei eine „Grauzone“. Bei „Urbn Leaf“ sieht man das etwas anders, die Unternehmenssprecherin Savannah Rakofsky sagte in einem Interview: „Ich glaube, unsere Kunden liebten diese Idee. Sie rannten raus und kauften kartonweise Kekse.“ Tatsächlich hatte die junge Pfadfinderin so viel Erfolg, dass sich Nachahmerinnen fanden: 

„Das Lustige ist, dass nach der Ausstrahlung einer Nachrichtensendung über die Geschichte noch mehr Pfadfinderinnen übers Wochenende hier bei uns auftauchten“, ergänzt Savannah Rakofsky. Auch bei anderen Filialen des Unternehmens in San Francisco, Portland und Colorado kam es zu Sichtungen von Pfadfinderinnen, die zum Keksverkauf dort erschienen waren.

Quelle: ladbible.com