Kiffer müssen mit dem Stigma leben, nur schwerlich einen Job zu finden. Das ist natürlich Blödsinn und fußt auf dem gleichen Fundament wie die Annahme, dass blonde Frauen dumm seien. Zugegeben, man sollte jetzt nicht unbedingt stoned zu einem Bewerbungsgespräch gehen. Aber wenn der Hang zu berauschenden Pflanzen zu den erwarteten Kernkompetenzen gehört, warum nicht?! Wo gibt es denn sowas, fragt ihr euch nun? Beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, natürlich. Denn dort werden zurzeit Kiffer gesucht!

Einen festen Job sollte man freilich nicht erwarten, aber so eine Studie ist ja auch schon mal was. Wollt ihr daran teilnehmen, solltet ihr euch jedoch beeilen, denn die Bewerbungsphase für die „Wissenschaftliche Studie zu Cannabisfolgen bei psychisch gesunden erwachsenen Konsumenten“ läuft bereits seit dem 6. Februar dieses Jahres. Allerdings nur für Kiffer mit Wohnsitz in Berlin. Ausgenommen sind ferner Erstkonsumenten, Minderjährige sowie Risikoprobanden mit abhängigem Konsum oder psychischen Störungen.

Der Plan sieht für die Probanden die kostenpflichtige Abgabe von Cannabisblüten über Apotheken bis monatlich 30 Gramm vor, was in etwa 7,5 Gramm Tetrahydrocannabinol entspricht. Der geschäftsführende Gesellschafter der federführenden Forschungsinitiative Cannabiskonsum, Marko Dörre, erklärt: „Wir machen den nächsten Schritt zur Erforschung von Cannabiskonsum. Die Hürden für unsere Studie sind hoch, aber wir sind vorsichtig optimistisch, noch in diesem Jahr alle gesetzlichen Voraussetzungen zu erfüllen. Wir werden weiterhin alles tun, um mit unserem Vorhaben mögliche Risiken zu minimieren und den wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn zu maximieren.“

Na dann Hasch, Hasch … äh, husch, husch, schnell bewerben. Die Unterlagen dazu findet ihr hier. Wobei … es geht um Kiffer, was bedeutet, dass ihr euch wohl nicht allzu sehr beeilen müsst.

Quelle: presseportal.de