Was waren das noch für Zeiten, als der wenig zivilisierte Mensch auf die Jagd ging, um dann seine Beute gegen Dinge einzutauschen, die er brauchte. Nix mit Börsenindex und Währungsschwankungen oder so einem Blödsinn. In Neuseeland hat man diesen urtümliche Art des Handels wiederentdeckt, und damit einen ganzen Schwung Probleme gelöst.

Denn keiner mag Ratten in der Bude, aber jeder mag Bier. Vor allem Studenten. Aus diesem Grund wurde auf der Victoria University in Wellington eine Aktion namens 'Beer Trap' ins Leben gerufen. Denn zum einen leidet man in der neuseeländischen Hauptstadt an einer Rattenplage und zum anderen haben Studenten tendenziell kein Geld. Also dürfen diese sich als Rattenfänger verdingen und erhalten pro erlegtem Tier einen Sieben-Dollar-Gutschein für die Campus-Bar. Fallen kann man sich kostenlos bei den Initiatoren der Aktion, der Unigruppe Science Society, abholen. Die setzt sich gemeinsam mit einer städtischen Initiative dafür ein, Wellington von ursprünglich nicht heimischen Tierarten zu befreien.

Hierzulande dürfte man eine solche Aktion wohl nicht auf diese Art und Weise anpreisen, doch die Idee macht grundsätzlich Sinn. Gareth Morgan, Gründer von Science Society, bringt es auf den Punkt:

„Das ist eine Win-win-Situation für alle. Außer für die Ratten.“

Quelle: Spiegel