Das Vergessen der Ehefrau an Autobahnraststätten feiert sein Revival. Ihr erinnert euch bestimmt noch an den Vorfall, bei dem ein chinesischer Herr sein Gespons an einer Raststätte „vergessen“ hatte, nur um die Dame erst viele Stunden später bei der Autobahnpolizei abzuholen? Etwas in der Art ist jetzt schon wieder passiert.

Diesmal war es allerdings nicht nur(!) ein Ehemann, der seine Frau vergessen hatte, sondern gleich eine ganze Personengruppe, die das Fehlen der eigenen Mutter/Tochter/Ehefrau auf dem Beifahrersitz augenscheinlich nicht oder erst spät bemerkt hat. Die rumänische Familie, bestehend aus Ehepaar, Kinder und den Schwiegereltern, befand sich an einem Sonntagabend auf dem Weg nach Frankreich. An der Autobahn 6, in der Nähe von Kirchardt in Baden-Württemberg, legten die Rumänen ein Päuschen ein.

Die Mutter ging zur Toilette und – dieser Teil mag denen bekannt vorkommen, die sich an die Nachricht von der chinesischen Ehefrau erinnern – fand sich allein auf dem Rastplatz wieder. Ihre Familie war einfach ohne sie zur Weiterfahrt aufgebrochen. In der Nacht von Sonntag auf Montag rief die Frau nach einer Stunde vergeblichen Wartens die Polizei. Die Mutter wurde in einem Obdachlosenheim in Heilbronn untergebracht, damit sie sich dort zumindest eine Mütze Schlaf gönnen konnte.

Noch in derselben Nacht erfolgte „eine Anfrage der Bundespolizei, ob im Bereich des Weinsberger Kreuzes eine Frau übrig sei“ und die Familie holte die Mutter ab.

Happy End?

I Foto: Igor Marx / Shutterstock.com

Quelle: www.berliner-zeitung.de