Es ist nie schön, wenn Leute ihren Job verlieren, doch gehören Kündigungen leider zur Arbeitswelt. Nicht so häufig kommt es hingegen vor, dass ein Chef seine komplette Belegschaft entlässt. Auf einen Schlag. Der Grund, warum sich Busunternehmer Sidney Hardy von seiner ganzen Belegschaft trennte, ist jedoch ebenso unerhört wie bizarr.

Der Chef aus dem englischen Somerset verfasste an einem Wochenende gegen Ende Oktober folgenden Hinweis an seine Mitarbeiter: „Betreff: Das Ende – Es ist ein Unterschied, ob man aufgibt oder weiß, wann man genug hat. Ich habe genug und weiß, dass ich keinen Moment länger mit euch, meinen Angestellten, zusammenarbeiten kann.Es kommt ein Zeitpunkt in jeder Beziehung, an dem du einfach 'Sch... drauf' sagen musst, dich verabschiedest und weiterziehst. Das ist meine Zeit! Ich entlasse euch, um meinem Traum nachzugehen, hier nicht mehr arbeiten zu müssen."

Mit diesem Text leitete der Chef das Ende des Ende seines Unternehmens „Nippy Bus“ ein und traf seine 25 Mitarbeiter vollkommen unvorbereitet. Am 29. Oktober stellte das Busunternehmen den Dienst ein. Die Mitarbeiter sind darüber nachvollziehbarerweise mehr als ungehalten: „Es ist widerlich, wie das Ganze gehandhabt wurde. Niemand hat Respekt vor [dem Chef]. Er war kein netter Mensch, mit dem man arbeiten konnte. Der Nachricht nach sollen die Fahrer schuld sein, dass das passiert ist. Aber ohne uns hätte es diese Firma nie gegeben“, so Fahrer Dave English.

Hardy sei verantwortungslos gewesen, sagt English, habe sich um nichts gekümmert: „In den Ferien fuhr er immer nach Thailand. Er war nie da. Er ließ andere Leute seine Arbeit für ihn erledigen." Eine harte Nummer, insbesondere, wenn man sich vor Augen führt, dass Hardy seine Mitarbeiter für ihren letzten Monat nicht bezahlt haben soll. Männer und Frauen mit Familien und Hypotheken, wohlgemerkt. Zudem stehen 400 Schüler durch den „Nippy Bus“-Wegfall ohne Schulbus da. Nicht schlecht für einen Anfall von „keine Lust mehr“.