Sie erfreuen sich weltweiter Beliebtheit: E-Zigaretten für CBD, Cannabidiol, das kaum psychoaktive, dafür aber als schmerz- und krampfstillend geltende Öl der Cannabis-Pflanze. Nur in Europa gibt es rechtliche Fragen und Debatten. Damit soll bald Schluss sein und die CBD-Vape-Pens auch auf hiesige Märkte drängen. So sollen die Geräte nicht nur nach Mittel- und Osteuropa kommen, sondern auch in Deutschland erhältlich werden.

Der Hintergrund des Ganzen: Der größte israelische Cannabisproduzent MGC Pharmaceuticals hat einen Vertrag mit dem europäischen Marihuana-Hersteller Mabsut Life geschlossen – über die Herstellung eines CBD-Extrakts von MGC, welches in elektronischen Zigaretten zur Anwendung kommen kann. Mabsut Life will an einer entsprechenden Kartusche arbeiten, die auf die speziellen Bedürfnisse solcher Cannabisprodukte abgestimmt ist. Dafür haben die beiden Unternehmen einen Zweijahresvertrag abgeschlossen. Die Cannabis-E-Zigarette soll damit auch den Weg nach Österreich und Deutschland finden.

Sollte sich das Gerät gut verkaufen, wollen MGC und Mabsut Life ihre Zusammenarbeit ausbauen – das nötige Know-how dafür bringen beide Unternehmen als Global Player mit. Ein gutes Timing beider Konzerne, da entsprechende Monopole für Cannabis-Verdampfer als medizinische Hilfsmittel in Deutschland 2018 auslaufen. Die Krankenkassen hatten bislang nur Kosten für Geräte des deutschen Unternehmens Storz und Bickel übernommen. Nun hat das Unternehmen reagiert und ebenfalls einen Vape-Pen angekündigt.

Bislang galt es hierzulande als kritisch, Cannabis in einer E-Zigarette oder einem Vape-Pen zu verdampfen: Die Temperaturen seien instabil, die Hitze zum Verdampfen zu niedrig, bemängelten die Konsumenten. In den USA und anderen Ländern sieht man dies nicht so, hier erfreuen sich Vape-Pens bei Cannabisnutzern enormer Beliebtheit.

Quelle: arbeitskreis-krankenversicherungen.de