Sie kamen freiwillig, wollten helfen – und bekamen dafür Schläge: In der Silvesternacht wurden in Salzgitter Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Thiede nicht nur das Opfer gezielter Böllerwürfe, sondern zum Teil krankenhausreif geschlagen. Der Vorfall ereignete sich laut Angaben der Facebook-Seite der Brandbekämpfer kurz nach Mitternacht: Nach einem Notruf rückte die Feuerwehr aus. Oder besser: Sie versuchte es. Partygänger aus dem benachbarten Gasthaus zündeten ihr Feuerwerk direkt vor der Ausfahrt des Gerätehauses und blockierten die Ausfahrt für die Einsatzkräfte.

Weil sie sich von den Feuerwehrwagen gestört fühlten, warfen diese leuchtenden Beispiele der Solidargemeinschaft mit Böllern auf die Brandbekämpfer. Dies wiederum wurde von Kameraden der Feuerwehrleute auf einem benachbarten Hof beobachtet, die sofort herbeieilten, um das Treiben zu unterbinden und die Einfahrt für den Noteinsatz freizuräumen. Dies sollte für die Kollegen nicht ohne Folgen bleiben: Denn statt sich mit den Feuerwehrleuten zu einigen, gingen die Partygänger aus der Kneipe unvermittelt zum Angriff über …

Brutal schlugen sie auf die Einsatzkräfte ein, droschen auf Feuerwehrmänner ein, die sich bereits am Boden wanden. Ein Schaulustiger soll das Geschehen mit einem zynischen „Ach, der lebt ja noch“ kommentiert haben. Statt zum Einsatzort zu fahren, wanderten zwei der freiwilligen Helfer mit Knochenbrüchen und ausgeschlagenen Zähnen zu stationären Behandlung ins Krankenhaus. Der Mob feierte indes nach dem Gewaltakt fröhlich weiter, die zugezogene Polizei war aus Mangel an Einsatzkräften anfangs gegen eine derart große „Partygemeinde“ machtlos

Die Feuerwehr hat nun via Facebook eine klare Ansage gemacht, die passender kaum sein könnte.

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Quellen: Bild , Facebook