Igitt, da wird einem ja glatt das Guten-Morgen-Bier im Glas schal. Und gleichzeitig fragt man sich: „Warum tut ihr das? Wer kommt denn bloß auf solche Ideen?“ Ihr werdet sofort verstehen, was wir meinen, wenn wir euch nun erzählen, dass in Australien ein Bier gebraut wird, dessen Hefe aus Bauchnabel-Fusseln gewonnen wird. Schauderhaft oder?

Seid also vorsichtig, wenn euch Down Under jemand zu einem Bier namens 'Belly Button Beer' einlädt. Denn bei dem Getränk ist der Name Programm. Aber vielleicht sind wir ja auch nur viel zu voreingenommen. Es ist schließlich nicht so, als schwämmen irgendwelche Haare in der Suppe. Tatsächlich wurden die Bauchnabel-Flusen nämlich in eine Petrischale gegeben, woraufhin sich nach einiger Zeit eine Hefekolonie bildete, die weiter herangezüchtet wurde. Und selbst die Bierbrauer waren überrascht, dass die Nummer geklappt hat.

Ekelig ist es trotzdem irgendwie. Ein Argument, welches für den Brauer Doug Bremner jedoch nicht zählt:
„Dass sie von einem sehr dreckigen Ort kommt, spielt nicht wirklich eine Rolle. Es ist ja am Ende eine ganz reine Hefekultur. Und die verwendet jede andere Brauerei auch.“

Natürlich hat er damit irgendwie schon recht, aber man stellt sich dennoch die Frage, ob das reicht, um ein Bier aus dem Bauchnabel auf einem hart umkämpften Markt zu positionieren. Wir sind und bleiben da sehr, sehr skeptisch! Erst recht, da man aus dem Ursprung nicht den geringsten Hehl macht! Entsprechend gestaltet sich auch die Werbung. Aber seht selbst: