Man(n) kennt das, wenn man(n) nicht gerade abstinent lebt: Einmal zu tief ins Glas geschaut, mehr als „nur einen über den Durst“ getrunken, und die Lage kann eskalieren. Mit ganz viel Pech wacht man vielleicht an einem unbekannten Ort, bei Freunden oder schlimmstenfalls in der Ausnüchterungszelle auf. Doch mancher Zeitgenosse übertreibt es dermaßen, dass er sich nach dem Zechen nicht nur in der falschen Stadt wiederfindet, sondern auch noch auf der Suche nach dem falschen Wahrzeichen.

So erging es einem älteren Herrn aus Ostfriesland, den die Braunschweiger Polizei in der Nacht zum Sonntag an einer Bushaltestelle aufgriff. Der 61-jährige Herr war stark verwirrt, als er von den Beamten angesprochen wurde. Als das Thema auf seine Anwesenheit vor Ort entfiel, gab der Mann zu Protokoll, er wolle die Reeperbahn besuchen, die ja bekanntermaßen in Hamburg liegt.

Tatsächlich war der Ostfriese überzeugt, sich in der Elbmetropole zu befinden – eine reife Leistung, liegt Braunschweig doch knapp 200 Kilometer südlich von Hamburg. Kurzerhand nahmen die Braunschweiger Beamten den angetrunken anmutenden 61-Jährigen mit auf die Polizeiwache. Ein dort durchgeführter Blutalkoholtest offenbarte einen Wert von 2,29 Promille, statt ‘Auf der Reeperbahn nachts um halb eins’ fand der Mann sich für einige Stunden in Ausnüchterungsgewahrsam wieder.

Quelle: tag24.de