„Der Atem des Todes“ – kein Untertitel für einen James-Bond-Kracher, sondern traurige Realität für ein komplett überfordertes Atemalkoholgerät. Dessen Skala kapitulierte bei einer Polizeikontrolle in München vor dem Alkoholpegel eines Volltrunkenen. Eines Mannes, der bei den gemessenen Promillewerten nach der laienhaften Meinung des Verfassers dieser Zeilen eigentlich klinisch tot sein müsste.

Ab Abend des 13. Dezembers 2016 wurden Sicherheitsbeamten der Deutschen Bahn zum Einsatz gerufen: Ein 49-Jähriger hatte versucht, einen Koffer zu entwenden, war gescheitert und ohne seine Beute in den Bahnhof geflohen. Das Sicherheitspersonal konnte den Mann trotz gewaltsamer Gegenwehr festsetzen und verständigte umgehend die Bundespolizei. Die Beamten nahmen den Beschuldigten fest und brachten ihn auf die Wache. Bei der Atemalkoholuntersuchung auf dem Revier dürften die Bundespolizisten nicht schlecht gestaunt haben:

Statt eines numerischen Werts zeigte das Display des Geräts nur drei nach oben weisende Pfeile – ein Hinweis auf eine den Rahmen sprengende Promillemenge jenseits der Regelwerte. Erst ein umfangreicherer Ausdruck der Messwerte bestätigte den Verdacht: Der Mann hatte über fünf Promille getankt. Wenig verwunderlich klagte der 49-Jährige über starke Bauchschmerzen und wurde umgehend vom Rettungsdienst versorgt. Der Mann überlebte, sieht sich jetzt jedoch mit Anzeigen wegen versuchter Körperverletzung, Hausfriedensbruch, Beleidigung und versuchten Diebstahls konfrontiert.

Quelle: n24.de