Das Kreieren neuer Trends scheint im Trend zu liegen. Vor allem, wenn diese etwas mit sozialen Netzwerken oder Smartphones zu tun haben. Vieles davon fällt unter den Oberbegriff 'Selfie'. So wohl auch in gewisser Hinsicht das sogenannte 'Sexting', eine Mischung aus Sex und Texting, wobei man sich erotische Bilder und Nachrichten hin und her schickt. Einem Mediziner aus Seattle wurde dieser Trend nun zum Verhängnis.

Der werte Herr war dem Geist der Sache offenbar derart verfallen, dass er auch im OP einfach nicht damit aufhören konnte, unentwegt Sexnachrichten zu verschicken. Laut US-Sender ABC News einmal sogar 45 Stück während eines einzelnen Eingriffes. Mal wurde zum Sex ins Krankenhaus eingeladen, das Bild vom eigenen Penis versendet oder auch über die Arbeit geplaudert:

„Ich bin gerade sehr mit Kaiserschnitten beschäftigt.“

Nun, wenn dem wirklich so war, dann muss man sich doch fragen, wann der Anästhesist die Zeit zum Tippen dieser Nachricht fand?

Es ist wohl allen damit gedient, dass der Mann wegen mangelnder Aufmerksamkeit seine Zulassung verloren hat. Zwar ist niemandem etwas passiert, dennoch hat er Patienten durch sein Verhalten in Gefahr gebracht.

Nun ist es zwar schön und gut, dass jemand den Kerl gestoppt hat, aber sollte nicht auch gleich jemand Handys im Operationssaal komplett verbieten? Wie viele Nachrichten wären denn okay gewesen? Und zählt es auch als mangelnde Aufmerksamkeit, wenn der Arzt ein Bild von meinen Gedärmen postet? Darf ein Doktor, während er jemanden aufschneidet, per Freisprechanlage telefonieren? Man weiß es nicht!

Quelle: Focus