Künstliches Riff: Frachtschiff wird gezielt versenkt – Bekanntermaßen werden immer wieder ausgemusterte Schiffe oder sogar ganze Flugzeugträger gezielt versenkt, um künstliche Riffe zu schaffen. Ursprünglich diente das Ganze dem Zweck, die im Meer vorkommende Flora und Fauna durch ozeanographische Institute zu erforschen.

Mittlerweile zielt die Planung aber auch auf den Küstenschutz, Schaffung eines für den Surfsport geeigneten Wellenprofils oder das Kultivieren von Fischgründen für touristische Zwecke wie Sporttauchen oder Angelsport ab, wozu in neuerer Zeit auch Beton- und Steinkonstruktionen wie Dolosse oder Tetrapoden zum Einsatz kommen.

Das nur ganz grob zur Theorie. Im folgenden Video können wir nämlich aus der Drohnenperspektive einem bewusst herbeigeführten Untergang beiwohnen, der dem Zweck dient, Meeresbewohnern einen neuen Lebensraum zu bieten. Es versteht sich dabei sicherlich von selbst, dass wie stets bei einem solchen Vorhaben zunächst sämtliche für die Umwelt möglicherweise schädlichen Materialien entfernt worden sind.

Die aufwendige Seebestattung vor der Küste Floridas wird dabei der „Voici Bernadette“ zuteil. Das 55 Meter lange Frachtschiff wurde dafür vom US-Zoll gespendet, nachdem man es mit jeder Menge Kokain an Bord zuvor von Schmugglern beschlagnahmt hatte.

Um der kriminellen Vergangenheit der 1965 gebauten Dame endgültig ein Ende zu setzen, wurden die Laderäume mit 200 Tonnen Beton gefüllt und mit Schneidbrennern sechs große Löcher in den Rumpf geschnitten.

Und so geht sie dann vor den Augen zahlreicher Zuschauer dahin. Erst langsam, bis der Griff der unbarmherzigen Fluten so fest geworden ist, dass es die „Voici Bernadette“ schließlich gnadenlos in die Tiefe reißt.

Ein ehrenwertes Opfer, das nun bekannt ist als das „CCA Curtis Bostick Reef.“

Quelle: wikipedia.org