Kreativer Betrüger: Mann ergaunert sich mit selbstgemalten Strichcodes Pfand – Im mecklenburg-vorpommerischen Neustrelitz hat die Polizei kürzlich einen Betrüger stellen können, der sich mit einer ganz besonders kreativen Ader hervorgetan hatte. Mit einem Beutel voller Leergut, auf das eigentlich kein Pfand erhoben wird, versuchte dieser, einen Rückgabeautomaten zu betrügen.

Dazu hatte der 57-Jährige eigenhändig Strichcodes auf die insgesamt 144 Becher und Flaschen gezeichnet.

Und das offenbar nicht mal schlecht, fand die Polizei doch mehrere Pfand-Coupons im Wert von insgesamt 25 Euro bei dem Mann. Wie es vonseiten der Polizei heißt, soll dieser sich bereits am Tag zuvor schon an dem Automaten zu schaffen gemacht haben. Die Ermittlungen laufen noch.

Es ist beileibe nicht das erste Mal, dass kriminelle Geister versuchen, sich Pfanderlöse zu erschleichen.

Wie der „Stern“ berichtet, soll sich der Geschäftsführer eines Getränkehandels in Bochum 2018 beispielsweise in Millionenhöhe an zwei umgebauten Automaten für Einwegpfand bereichert haben.

Letzten Endes landete der Castrop-Rauxeler vor dem Landgericht in Bochum, wo man den Schaden auf rund 1,2 Millionen Euro bezifferte.

Mit nur einer einzigen Flasche erschlich sich ein Getränkehändler an einem manipulierten Pfandautomaten im Jahr 2016 wiederum bereits über 44.000 Euro, und wurde deshalb anschließend laut dem „Kölner Stadtanzeiger“ wegen gewerbsmäßigen Betrugs zu einer zehnmonatigen Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt.

Der Clou dabei war, dass der Mann Pfandrückgabeautomaten mit Hilfe eines Holztunnels und eines Magnetsensors so umgebaut hatte, dass das Gerät die Flasche zwar scannen, aber nicht schreddern konnte. Dadurch konnte die Flasche wieder und wieder eingesteckt und das Pfand neu ausgelesen werden – insgesamt 180.000 Mal, was sich zu einem Pfandwert in Höhe von 44.362,75 Euro summierte.

Quellen: stern.de , ksta.de