Auch wenn uns das Herz dabei blutet, haben wir heute Schlechtes über eines unserer Lieblingsthemen zu berichten: Fleisch. Und wie sollte es anders sein, sind es natürlich ausgerechnet die Grünen, die uns den Appetit verderben wollen.

Denn laut den Ergebnissen einer Studie im Auftrag der Bundestagsfraktion lassen sich in Wurstwaren aus dem Supermarkt besonders häufig Antibiotika-resistente Keime finden. Stichproben aus den Wurstprodukten Mett, Teewurst, Salami und Schinken in 13 verschiedenen Städten ergaben, dass 10 von 63 Proben mit den sogenannten ESBL-Bakterien verseucht waren. Diese sollen durch den Einsatz von Antibiotika in der Nutztierhaltung ins Fleisch gelangen.

Besonders häufig sei Putenfleisch betroffen. Bei entsprechenden Produkten wurden in sechs von neun Fällen ESBL-Keime nachgewiesen.

„Mit den Produktionsmethoden beim Billigfleisch gefährden wir unsere eigene Gesundheit", warnt Grünen Fraktionschef Anton Hofreiter.

Ob die seit dem 1. April geltenden neuen Meldepflichten und strengeren Vorgaben bezüglich der Anwendung von Antibiotika bei Schweinen, Hühnern, Puten und Rindern die Situation verbessern werden, muss sich erst noch zeigen.