Kometen-Beobachtung: Komet Leonard am Sternenhimmel zu sehen – Es ist immer wieder eine faszinierende Sache, wenn das Weltall uns Besucher schickt, die wir dann auch noch beobachten können. Egal ob es nun Meteoriten oder eben Kometen sind. In der Vorweihnachtszeit bekommen wir jetzt einmal mehr sichtbaren Besuch und zwar vom Kometen Leonard, den man dann am Sternenhimmel beobachten kann.

Das aber nicht nur durch ein Teleskop, sondern den Schweifstern Leonard (C/2021 A1) wird man mit dem bloßen Auge sehen können. Entdeckt wurde der Komet von Wissenschaftler Gregory am Observatorium auf dem Mount Lemmon in US-Bundesstaat Arizona zu Beginn des Jahres. Da Leonard mit der Bezeichnung C/2021 der erste 2021 entdeckte Komet war, bekam er übrigens das Kürzel A1.

In den ersten zwölf Dezember-Tagen sichtbar

Er umläuft derzeit die Sonne und wird im Dezember sehr nahe an der Erde vorbeiziehen. Am 12. Dezember 2021 wird Leonard dann mit 35 Millionen Kilometern den erdnächsten Punkt erreicht haben. Das klingt zwar nach einer erheblichen Entfernung, ist aber astronomisch gar nicht so weit weg.

Zumindest ist der Komet dann so nah an unserem Planeten, dass man ihn eben beobachten kann. Vor dem 12. Dezember übrigens auch schon mit einem Fernglas. Denn Komet Leonard wird auf der gesamten  Nordhalbkugel während der ersten zwölf Tage im Dezember am Himmel zu entdecken sein. Und zwar immer in den frühen Morgenstunden kurz vor Sonnenaufgang am südöstlichen Himmel oder kurz nach Sonnenuntergang.

Der nächste Komet steht schon vor der Tür

Das letzte Mal kam uns Leonard vor rund 35.000 Jahren so nah. Es könnte allerdings nun sein letzter Besuch in unserem Sonnensystem gewesen sein. Denn laut Nasa besteht die Gefahr, dass der große Eisbrocken künftig aus unserem Sonnensystem in die Tiefen des Alls hinausgeschleudert wird.

Doch der nächste Komet steht schon in den Startlöchern für eine Beobachtung am Himmel. Denn Anfang Mai 2022 könnte der Eisklotz Panstarrs C/2021 O3 am Sternenhimmel erscheinen. Allerdings nur, wenn ihn die Sonne nicht vorher aufgelöst hat.

Quelle: wetter.de